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Merck Millipore Umsatz seit 2009 fast verdreifacht

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Im Jahr 2010 hat Merck das amerikanischen Biotechnologie- und Labor-Unternehmen Millipore für rund 5,3 Mrd. Euro übernommen. Mittlerweile hat sich Merck Millipore zur zweitgrößten Sparte im Konzern entwickelt.

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Dr. Bernd Reckmann, Geschäftsleitungsmitglied von Merck: „Wir werden uns die starke Position von Merck Millipore zu Nutze machen und eine nachhaltige Plattform für profitables Wachstum aufbauen.”
Dr. Bernd Reckmann, Geschäftsleitungsmitglied von Merck: „Wir werden uns die starke Position von Merck Millipore zu Nutze machen und eine nachhaltige Plattform für profitables Wachstum aufbauen.”
(Bild: Merck)

Darmstadt, Molsheim/Frankreich – Die Zahlen, die Merck am 5. Dezember im Rahmen einer Veranstaltung für Analysten und Investoren im französischen Molsheim zu seiner Life-Science-Sparte Merck Millipore vorgestellt hat, können sich sehen lassen.

„In den letzten drei Jahren haben wir unser Geschäft mit Life-Science-Tools zu einem der drei führenden Anbieter der Branche umgewandelt und den adressierbaren Markt sowie die geografische Reichweite der Sparte ausgeweitet. Wir sind erfreut über die Zukunftsaussichten für die Sparte Merck Millipore”, sagte Bernd Reckmann, Geschäftsleitungsmitglied von Merck, auf der Veranstaltung. „Wir werden uns die starke Position der Sparte zu Nutze machen und eine nachhaltige Plattform für profitables Wachstum aufbauen.”

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Millipore zweitgrößte Sparte im Merck-Konzern

Mit Gesamterlösen von rund 2,4 Mrd Euro im Geschäftjahr 2011 avancierte Merck Millipore zur zweitgrößten Sparte von Merck. Seit 2009 konnte die Sparte ihren Umsatz nahezu verdreifachen und ihre Profitabilität maßgeblich verbessern.

„Gegenwärtig haben wir ein breitgefächertes Produktportfolio mit einer Größenordnung und geografischen Reichweite, die es uns ermöglichen wird, von globalen Branchentrends wie dem steigenden Absatz von biologischen Arzneimitteln zu profitieren“, sagte Robert Yates, Leiter der Sparte Merck Millipore. „Wir gehören in der Branche zu den Unternehmen mit den höchsten Investitionen in Forschung und Entwicklung und sehen Potenzial, unser Angebot sowohl für Laborkunden als auch für Arzneimittelhersteller zu erweitern. Und nicht zuletzt im Rahmen des unternehmensweiten Effizienzsteigerungsprogramms ’Fit für 2018’ arbeiten wir daran, die Effizienz und Profitabilität der Sparte zu steigern.”

Ab 2017 plant Merck Millipore Kosteneinsparungen von 40 Mio. Euro

Merck hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen für die Sparte Merck Millipore ab 2017 Netto-Kosteneinsparungen in Höhe von rund 40 Mio. Euro erwartet. Diese Einsparungen sollen primär durch mehr Effizienz in der Produktion und Logistik erzielt werden, was in den Jahren 2013 bis 2015 zu einmaligen Kosten von rund 160 Mio. Euro führen wird.

Im Unterschied zu den meisten der vergleichbaren Unternehmen der Life-Science-Tools-Branche erwirtschaftet Merck Millipore rund 90% seiner Umsätze mit Verbrauchsgütern und damit mehr als das Doppelte des Branchendurchschnitts von circa 40%. Im Gegensatz zur Anschaffung von Geräten fallen Verbrauchsgüter typischerweise in den Bereich der betriebsbedingten Ausgaben der Kunden und sind tendenziell weniger anfällig für Sparmaßnahmen in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs.

Hoher Verbrauchsgüteranteil macht das Unternehmen robuster gegen wirtschaftliche Flauten

„Merck Millipore unterscheidet sich vom Wettbewerb durch mehrere Eigenschaften, welche die Sparte im Branchenvergleich einzigartig machen“, kommentierte Matthias Zachert, Chief Financial Officer von Merck. „Aufgrund ihrer vielschichtigen Kundenbasis und ihres hohen Verbrauchsgüteranteils kann die Sparte einen steten Umsatz erzielen, der stabile und attraktive Cashflows mit niedrigem Risikoprofil zum Ergebnis hat. Als Geschäftsleitung halten wir das Geschäft von Merck Millipore für sehr attraktiv und die heutige Veranstaltung will im Rahmen unseres kontinuierlichen Dialogs mit den Kapitalmärkten Investoren und Analysten diese Attraktivität vermitteln.”

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