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Biostoffverordnung Umsetzung der neuen Biostoffverordnung

| Redakteur: Doris Popp

Die Neufassung der Biostoffverordnung ist am 23. Juli 2013 in Kraft getreten. Was Unternehmen bei der Umsetzung der neuen Verordnung beachten müssen, lesen Sie hier.

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Qumsult unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung der Biostoffverordnung.
Qumsult unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung der Biostoffverordnung.
(Logo: Qumsult )

Freiburg – Unternehmen, in denen Beschäftigte mit biologischen Arbeitsstoffen, v.a. Bakterien, Viren und Pilze, in Kontakt kommen können, sehen sich vor neuen Herausforderungen. Biologische Arbeitsstoffe werden v.a. durch Einatmen belasteter Luft aufgenommen, seltener durch Aufnahme mit Essen, Trinken und Rauch oder über verletzte bzw. vorgeschädigte Haut. Mögliche Gesundheitsgefährdungen sind u.a. Husten und Schleimhautreizungen sowie chronische Atemwegserkrankungen.

Die Biostoffverordnung bringt für Arbeitgeber folgende Neuerungen:

  • Verbesserter Schutz vor Stich- und Schnittverletzungen: Sie setzt die Richtlinie 2010/32/EU „Nadelstich-Richtlinie“ um.
  • Zusätzliche Pflichten: § 8 Grundpflichten wurde neu eingeführt.
  • Teilweiser Verzicht auf Schutzstufen: z.B. Reinigungs- und Sanierungsarbeiten, Tätigkeiten in der Veterinärmedizin, der Abwasser- und Abfallwirtschaft sowie in Biogasanlagen müssen keiner Schutzstufe zugeordnet werden (§ 6 BioStoffV).
  • Fachkundige Person benennen: Für Tätigkeiten mit Biostoffen in den Schutzstufen 3 oder 4 in Laboratorien, in der Versuchstierhaltung oder in der Biotechnologie sowie für Schutzstufe 4 im Gesundheitsdienst muss eine fachkundige Person benannt werden.
  • Erlaubnis statt Anzeige: Für bestimmte Tätigkeiten besteht nun Erlaubnis- statt Anzeigepflicht.

Die Neufasssung war u.a. notwendig geworden, um neue wissenschaftliche und technische Weiterentwicklungen zu berücksichtigen. Auch die Harmonisierung mit anderen Arbeitsschutzverordnungen u.a. der Gefahrstoffverordnung wurde umgesetzt.

Mit der Neufassung wird insbesondere auch die Bedeutung der Gefährdungsbeurteilung als zentraler Prozess und wichtigstes Instrument zur Prävention im Arbeitsschutz bestätigt. Auch die neue Biostoffverordnung legt fest, dass der Arbeitgeber vor Aufnahme der Tätigkeit Gefährdungen ermitteln und Maßnahmen zum Schutz für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten festlegen muss. Aktualisierungen sind erforderlich, wenn Arbeitsbedingungen maßgeblich verändert werden, neue Informationen vorliegen ode festgelegte Schutzmaßnahmen nicht wirksam sind.

Der Arbeitgeber muss, falls er nicht selbst über die erforderliche Fachkunde verfügt, sich fachkundig beraten lassen. Qumsult unterstützt Unternehmen beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. Als externe Fachkraft für Arbeitssicherheit führen die Experten nicht nur Gefährdungsbeurteilungen durch, und zwar arbeitsplatz- oder tätigkeitsbezogen nach Bedarf, sondern beraten auch zu geeigneten Maßnahmen und Wirksamkeitskontrolle.

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