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Nexygen

Unternehmenskooperation zeigt in Frankfurt Zukunftslösungen für das Labor

| Autor / Redakteur: Marc Platthaus* / Marc Platthaus

(Bild: Nexygen)

Das Labor ist im Umbruch. Schlagworte heißen beispielsweise Mobilität, Flexibilität, Nachhaltigkeit, niedrige Betriebskosten, intelligente Oberflächen oder vernetzte Geräte. Eine Entwicklungskooperation mehrerer deutscher Laborhersteller will sich dieser Themen annehmen. Was steckt dahinter?

Wie hat sich das Arbeiten im Labor in den vergangenen 50 Jahren verändert? Eigentlich gar nicht so sehr, wie man auf den ersten Blick meinen möchte. Es sind zwar hier und da ein paar neue Messtechniken dazu gekommen, der Automatisierungsgrad hat sich in vielen Bereichen gesteigert, was letztendlich zu einem deutlich erhöhten Output geführt hat. Doch an den grundlegenden Tätigkeiten wie Wägen, Rühren oder Dosieren hat sich nicht viel geändert. Immer noch sind fest definierte Bereiche für diese Arbeitsschritte reserviert: Der Anwender benötigt eine Waage zum Wiegen, einen Magnetrührer zum Rühren seiner Proben oder ein Dosiersystem zur Bereitstellung von Flüssigkeiten. Ist das jedoch in der heutigen Zeit noch der Stand der Technologie? Eine Handvoll deutscher Laborgeräte-Hersteller schickt sich jetzt an, dies zu verändern.

Was verbirgt sich hinter dem Projekt Nexygen?

Der Kult-Hersteller Apple hat es vor rund zehn Jahren vorgemacht, wie eine komplette Branche umgekrempelt werden kann. Mit der Präsentation des ersten Iphones hat sich die Handy-Landschaft für immer verändert. Waren vor 2007 Mobiltelefone vor allem zum Telefonieren da, so sind es mittlerweile Multifunktionsgeräte zum Fotografieren, Musikhören und Spielen geworden. „Das Beispiel Iphone zeigt, dass Branchen immer wieder neu überdacht werden müssen, um sie nach vorne zu bringen. Und genau diesen Weg wollen wir auch mit unserer Kooperation Nexygen gehen,“ sagt Tobias Thiele, Geschäftsführer beim Labormöbel-Hersteller Köttermann. Nexygen steht unter dem Motto Next Generation Lab oder Labor der Zukunft. Unter diesem Markennamen haben sich fünf deutsche Laborgerätehersteller zu einer Entwicklungskooperation zusammengeschlossen, um zukünftige Trends im Labor zu begleiten und mit zu bestimmen.

Die Laborbranche, gerade in Deutschland, wird nach Ansicht von Köttermann-Geschäftsführer Thiele stark durch mittelständische, extrem spezialisierte Unternehmen getrieben, was oftmals das Setzen wirklicher Trends schwierig macht: „Und ähnlich wie die Automobilindustrie, die sich für aktuelle Neuentwicklungen mit IT-Unternehmen zusammen tut, haben wir mit deutschen Labor-Spezialisten eine Zusammenarbeit ins Leben gerufen, die zukünftige Laborentwicklungen aktiv begleiten soll.“ Neben Köttermann sind dies die Unternehmen 2mag, Sartorius, Memmert und Hirschmann, die ihre Expertise in die Entwicklung von intelligenten Produkten mit höchstem Anwendernutzen einbringen wollen.

Was treibt die Laborbranche heute an?

Wodurch zeichnet sich die Laborbranche aus? Nach Ansicht von Memmert-Marketing-Direktorin Katja Rosenke ist sie gleichzeitig innovativ und traditionell. Innovativ in Sachen immer genauerer Methoden und dem Wunsch, Dingen möglichst tief auf den Grund zu gehen. „Aber unsere Branche ist auch traditionell, ein neues Konzept braucht Zeit, bis es sich bewährt und vom Anwender akzeptiert wird. Da hilft uns definitiv die gebündelte Erfahrung unserer Entwicklungsabteilungen und dadurch die größere Schlagkraft mehrerer Unternehmen,“ sagt Rosenke. So sollen Produkte aus der Nexygen-Kooperation durch die vereinten Kräfte der beteiligten Firmen einen stärkeren Einfluss auf zukünftige Trends bekommen. Dr. Hans-Jürgen Bigus, Geschäfsführer bei Hirschmann Laborgeräte betont ebenfalls die Gemeinsamkeiten: „Als deutsche Hersteller fühlen wir uns auch den gleichen Werten wie Verlässlichkeit und Qualität verpflichtet.“

Janine Jacobi, bei Sartorius zuständig für strategisches Marketing, sieht das Labor durch eine intensive Vernetzung der einzelnen Tätigkeiten und Disziplinen gekennzeichnet, auf die man Rücksicht nehmen müsse: „Unsere Anwender haben einen starken Wunsch nach Abwärtskompatibilität. In den seltensten Fällen wird eine Laborausstattung komplett ausgetauscht. Anwender wollen möglichst neue Geräte mit alten kombinieren können. Das sind Dinge, die wir im Rahmen von Nexygen definitiv beachten werden.“

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