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Mehr Planbarkeit und Wettbewerb VCI begrüßt EEG-Reform im Bundestag

| Redakteur: Tobias Hüser

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat die am vergangenen Freitag vom Bundestag beschlossene Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann gab sich zuversichtlich, dass die Energiewende jetzt bessere Erfolgsaussichten durch mehr Planbarkeit und Wettbewerb habe.

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„Erneuerbare Energien müssen nun ihre Marktreife beweisen“, sagt VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann zur Verabschiedung der EEG-Reform im Bundestag.
„Erneuerbare Energien müssen nun ihre Marktreife beweisen“, sagt VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann zur Verabschiedung der EEG-Reform im Bundestag.
(Bild: VCI/René Spalek )

Frankfurt – „Die EEG-Reform mit dem darin enthaltenen Ausschreibungsmodell ist als erster Schritt überfällig, damit mehr Wettbewerb und mehr Planbarkeit Einzug in die Energiewende halten können. Erneuerbare Energien sollen mittelfristig die Versorgungssicherheit des Industrielands Deutschland gewährleisten. Dazu müssen sie nun auch ihre Marktreife beweisen“, so Tillmann. Einen weiteren Zubau ohne Rücksicht auf Kosten und Fortschritte beim Netzausbau dürfe es aus seiner Sicht nicht mehr geben.

Mit den vom Bundestag verabschiedeten Änderungen sei der Reformbedarf beim EEG aber nicht abgeschlossen, so Tillmann. Er warb dafür, dass die Politik in der kommenden Legislaturperiode eine weitere Kostenreduzierung und die Finanzierung der Energiewende auf die Tagesordnung setzt.

Der VCI-Hauptgeschäftsführer begrüßte die ebenfalls im Rahmen des EEG beschlossene Einbeziehung von Unternehmen in die Besondere Ausgleichsregelung, welche eine Stromintensität zwischen 14 und 17 %haben. „Die Maßnahme ist noch nicht die Entlastung, die viele Mittelständler brauchen. Aber sie schützt die Unternehmen, die aufgrund verschärfter Regeln aus der Entlastung herausgefallen sind. Sie dämpft zudem bei weiteren energieintensiven Unternehmen den Kostendruck, die bislang die volle EEG-Umlage zahlen mussten, obwohl sie dadurch Nachteile im internationalen Wettbewerb haben“, so Tillmann. Gleichzeitig seien die neu entlasteten Strommengen so gering, dass der Einfluss auf die Höhe der EEG-Umlage nur minimal wäre.

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