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Biopolymergewinnung Verbundprojekt untersucht Gewinnung von Biopolymeren aus pflanzlichen Stoffen

| Redakteur: Sonja Beyer

Sowohl die energetische als auch die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Forscher wollen nun gemeinsam Wege finden, um aus Pflanzenstoffen Biopolymere zu gewinnen.

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(Logo: Fraunhofer IAP)
(Logo: Fraunhofer IAP)

Potsdam-Golm – Im Verbundprojekt Lignos wollen das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, die Universität Potsdam und das Unternehmen Aevotis aus pflanzlichen Roh- und Reststoffen der Agrar- und Forstwirtschaft mit neuen biotechnologischen Verfahren die enthaltenen Biopolymere gewinnen. Diese sollen die Rohstoffpalette der chemischen Industrie maßgeblich erweitern, z.B. im Non-Food-Bereich als Basis für neue Werkstoffe wie Formkörper, Fasern oder Vliesstoffe oder in Spezialanwendungen der Baustoff- und Papierherstellung. In Life-Science-Produkten können sie unter anderem als Nahrungszusatzstoffe oder Wirkstoffträger verwendet werden. Im Fokus des Projekts steht aufgrund ihres häufigen Vorkommens und der breiten stofflichen Zusammensetzung Lignocellulose.

Die Arbeitsgruppe Molekularbiologie der Universität Potsdam beschäftigt sich vornehmlich mit der Entwicklung neuer Enzymsysteme. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IAP und Aevotis wird die Optimierung von Enzymen für den Aufschluss unterschiedlicher Lignocellulosen erforscht. Für die Bereitstellung ausreichender Mengen an Enzymen wird ein Upscaling ihrer Herstellung bis zur kleintechnischen Produktion durchgeführt. Die Anwendung der Enzyme zur Gewinnung von Biopolymeren ist vorwiegend am Fraunhofer IAP vorgesehen, wo auch die verschiedenen Produktentwicklungen auf den Weg gebracht werden sollen.

Gefördert wird das Projekt für drei Jahre mit einer Summe von 2,8 Millionen Euro vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg und der EU.

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