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Propandiol Verfahrenstechnische Verbesserung bei biotechnologischer Herstellung von Propandiol

Redakteur: Marion Henig

Die FH Campus Wien und Vogelbusch haben ein Patent auf eine Verfahrensverbesserung eingereicht, bei der ein Mikroorganismus die biotechnologische Herstellung des zweiwertigen Alkohols 1,3-Propandiol kostengünstiger macht.

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Aus Rohglycerin wird im Rahmen eines FH-Projekts mit Hilfe eines speziellen Milchsäurebakteriums Propandiol hergestellt. (Bild: Michael Rausch-Schott)
Aus Rohglycerin wird im Rahmen eines FH-Projekts mit Hilfe eines speziellen Milchsäurebakteriums Propandiol hergestellt. (Bild: Michael Rausch-Schott)

Wien/Österreich – Der Fachbereich Bioengineering der FH Campus Wien hat mit dem Wiener Biotech-Unternehmen Vogelbusch eine Patentanmeldung eingereicht. Im Rahmen des in Kooperation laufenden und von der FFG geförderten Forschungsprojekts „Propandiol“ wurde ein speziell geeigneter Mikroorganismus gefunden, mit dessen Hilfe Chemikalien aus kostengünstigeren erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden.

Verunreinigte Kohlenstoffquellen nutzbar

Bei dem Mikroorganismus handelt es sich um ein spezielles Milchsäurebakterium, das mit vielen auch verunreinigten Kohlenstoffquellen pflanzlicher Herkunft – etwa Raps – auskommt. Nicht aufgereinigte Kohlenstoffquellen sind in der Regel wesentlich billiger als gereinigte, jedoch häufig nur schwer einsetzbar. Bei der Herstellung von Biodiesel – einem in Europa verbreiteten Biotreibstoff – fallen mehr als 10 Prozent Glycerin in einer sehr verunreinigten Form an. Aus diesem Rohglycerin wird im Rahmen des FH-Projekts mit Hilfe des speziellen Milchsäurebakteriums Propandiol hergestellt.

Die Entwicklung dieser verfahrenstechnischen Verbesserung soll dazu beitragen, Erdöl als Grundlage für Chemikalien durch erneuerbare Rohstoffe zu ersetzen. So ist 1,3-Propandiol ein interessantes Ausgangsmaterial für neuartige Kunststoffe.

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