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Luftverschmutzung Verkehrsbedingte Luftverschmutzung weiterhin problematisch

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Obwohl die Luftverschmutzung in den letzten zwei Jahrzehnten in Europa zurückgegangen ist, sieht die Europäischen Umweltagentur weiterhin einen dringenden Handlungsbedarf, vor allen Dingen bei der Reduzierung der Stickstoffdioxid- und Schwefeloxidemissionen. Weitere Ergebnisse des aktuellen Jahresbericht fasst dieser Artikel zusammen.

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„Eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wird darin bestehen, die negativen Auswirkungen des Verkehrs - Treibhausgase, Luftverschmutzung und Lärm - abzumildern und gleichzeitig die positiven Aspekte der Mobilität sicherzustellen.“ Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur
„Eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wird darin bestehen, die negativen Auswirkungen des Verkehrs - Treibhausgase, Luftverschmutzung und Lärm - abzumildern und gleichzeitig die positiven Aspekte der Mobilität sicherzustellen.“ Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur
(Bild: Europäischen Umweltagentur)

Kopenhagen/Dänemark – Der Verkehr in Europa ist für schädliche Luftschadstoffpegel und ein Viertel der Treibhausgasemissionen der EU verantwortlich. Dem letzten Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) zufolge können viele der dadurch verursachten Umweltprobleme angegangen werden, indem die Anstrengungen zur Erreichung neuer EU-Ziele verstärkt werden.

Im Jahresbericht der EUA im Rahmen des Mechanismus für die Berichterstattung über Verkehr und Umwelt (Transport and Environment Reporting Mechanism – TERM) werden die Umweltauswirkungen des Verkehrs in ganz Europa untersucht. Es sind einige Verbesserungen erreicht worden, wenngleich diese zum Teil auf die verringerte Wirtschaftstätigkeit während der Rezession zurückzuführen sind. Da sich das wirtschaftliche Klima bessert, müssen die neuen verkehrspolitischen Ziele der EU den Schwerpunkt auf Maßnahmen zur weiteren Senkung der Umweltbelastungen legen, so der Bericht.

Euro-Normen nicht mit gewünschtem Effekt auf die Luftverschmutzung

Obwohl die Luftverschmutzung in den letzten zwei Jahrzehnten zurückgegangen ist, stellt sie in vielen Bereichen immer noch ein großes Problem dar. „Euro-Normen“ für Fahrzeuge haben im Hinblick auf die Senkung der tatsächlichen Stickstoffdioxidemissionen auf die in den Rechtsvorschriften festgelegten Niveaus nicht den gewünschten Erfolg gebracht, wenngleich sie eine deutliche Verbesserung der allgemeinen Luftqualität bewirkt haben.

Die Zunahme des Güterverkehrs führt ebenfalls zu einer schlechten Luftqualität. Der Güterverkehr war eine der Hauptursachen für die hohen Stickstoffdioxidemissionen. Der Anstieg des Schiffsverkehrs in den letzten zwei Jahrzehnten hatte zudem zur Folge, dass die als Verursacher von saurem Regen bekannten Schwefeloxidemissionen trotz deutlicher Effizienzsteigerungen seit 1990 nur um 14% zurückgegangen sind.

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