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Pharmaforschung

VFA: Antibiotika-Entwicklung braucht neuen Schub

| Redakteur: Alexander Stark

Um dem zunehmenden Problem der Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken, fordert der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland (VFA) bessere Rahmenbedingungen von der Politik.

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Die Rahmenbedingungen für die Antibiotika-Entwicklung müssen laut VFA verbessert werden.
Die Rahmenbedingungen für die Antibiotika-Entwicklung müssen laut VFA verbessert werden.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Berlin – Auch wenn Deutschland vergleichsweise wenig von Antibiotikaresistenzen betroffen sei, nehmen Resistenzen weltweit zu und könnten sich schnell ausbreiten, teilte der VFA mit. Die bisherigen Entwicklungsaktivitäten von einigen großen und vielen kleinen Pharma-Unternehmen, die zu zwei kürzlich zugelassenen sowie sechs zur Zulassung eingereichten Antibiotika geführt haben, seien wichtige Gegenmaßnahmen, würden aber nicht ausreichen.

Dr. Siegfried Throm, Geschäftsführer des VFA betonte, dass neben Maßnahmen gegen die Entstehung und Verbreitung von Resistenzen auch neue Antibiotika und andere antibakterielle Therapien sowie Impfstoffe gebraucht würden. Fakt sei, dass sich die Entwicklung neuer Antibiotika kaum refinanzieren ließe, da diese nur im Notfall eingesetzt werden sollen. Deshalb fordert Throm das Anreizsystem zur Entwicklung von Antibiotika in Europa und in Deutschland zu verbessern. Das betreffe insbesondere die adäquate und zeitnahe Vergütung neuer Antibiotika.

Der Verband hat dazu eine Handlungsempfehlung veröffentlicht.

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