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Aktueller Vogelgrippe-Ausbruch Virusübertragung durch Geflügelfleisch unwahrscheinlich, Hygieneregeln sinnvoll

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Bei den aktuellen Ausbrüchen von hochpathogener aviärer Influenza (Geflügelpest, Vogelgrippe) bei Wildgeflügel wurde ein Virus vom Subtyp H5N8 festgestellt. Infektionen des Menschen mit H5N8 sind bisher nicht bekannt. Eine Übertragung des Erregers (H5N8) über infizierte Lebensmittel wie Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukte ist theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich.

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Aufgrund der aktuellen Verbreitung des Vogelgrippe-Virus vom Typ HPAIV H5N8 bei Wildvögeln in Polen, Ungarn, Schweiz, Österreich und Deutschland geht das Friedrich-Loeffler-Institut derzeit von einem hohen Eintragsrisiko durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel aus.
Aufgrund der aktuellen Verbreitung des Vogelgrippe-Virus vom Typ HPAIV H5N8 bei Wildvögeln in Polen, Ungarn, Schweiz, Österreich und Deutschland geht das Friedrich-Loeffler-Institut derzeit von einem hohen Eintragsrisiko durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel aus.
(Bild: gemeinfrei)

Berlin – Für die Übertragung anderer Subtypen (H5N1, H7N9) aviärer Influenzaviren von Vögeln auf den Menschen waren in der Vergangenheit fast ausschließlich direkte Kontakte mit infiziertem, lebendem Geflügel verantwortlich. Für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse mit Geflügelfleisch von infizierten Tieren gibt es bisher keine Belege. Auf die Einhaltung von Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten sollte grundsätzlich geachtet werden.

Dabei gelten folgende allgemeine Hygienevorschriften:

  • rohe Geflügelprodukte und andere Lebensmittel getrennt lagern und zubereiten, insbesondere wenn Letztere nicht noch einmal erhitzt werden
  • Gerätschaften und Oberflächen, die mit rohen Geflügelprodukten in Berührung gekommen sind, gründlich mit warmem Wasser und Spülmittelzusatz reinigen
  • Verpackungsmaterialien, Auftauwasser u.ä. sofort entsorgen
  • Hände mit warmem Wasser und Seife waschen
  • Geflügelspeisen gründlich durchgaren. Das bedeutet, dass für mindestens 2 Minuten eine Kerntemperatur von 70 °C erreicht werden muss.
  • Eier sollten vor dem Verzehr gekocht werden, bis Eiweiß und Eigelb fest sind, d.h. je nach Größe für mindestens 6 Minuten.

Weiterführende Informationen des BfR sind hier veröffentlicht.

Auf den Internetseiten des Friedrich-Loeffler-Instituts, des Robert Koch-Instituts und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finden sich weitere Hinweise zum Thema Vogelgrippe.

Weitere Informationen zu aviären Influenzaviren hat das BfR bereits früher veröffentlicht: Fragen und Antworten zur Lebensmittelhygiene in Zeiten der Vogelgrippe.

Über den Umgang mit Geflügelfleisch in der Küche ist ein Videoclip mit dem Titel „Was tun mit dem Huhn?“ auf der BfR-Webseite verfügbar.

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