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Gen-Tests und Screening-Dienste Vorbeugende Gen-Tests sind stark gefragt

| Redakteur: Manja Wühr

Vorbeugende Tests etablieren sich als Schlüsselbereich im Europa-Markt für Gen-Tests und Screening-Dienste. Zudem profitiert der Markt von allgemein wachsenden Nachfrage. Doch die Vielfalt bei Rückerstattungsverfahren und behördlichen Strategien könnte Marktimpuls trotz wachsender Nachfrage behindern.

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Europamarkt für Gen-Tests und Screening-Dienste: Umsatzwachstum bis 2018
Europamarkt für Gen-Tests und Screening-Dienste: Umsatzwachstum bis 2018
(Quelle: Frost & Sullivan)

Frankfurt am Main – Der europäische Markt für genetische Testverfahren und Screening-Dienste wird derzeit durch die wachsende Verfügbarkeit von Tests für ein erweitertes Gebiet von Krankheiten sowie von einem sich rasch ausdehnenden Pool potentieller Verbraucher angetrieben. Gen-Tests wurden aus dem Labor heraus in die Arztpraxis verlegt. Allerdings hat hierdurch der Fokus auf Qualität keine adäquate Aufmerksamkeit erhalten.

Laut einer Studie von Frost & Sullivan verzeichnete der Europa-Markt für genetische Testverfahren und Screening-Dienste 2011 Umsätze in Höhe von 896,2 Millionen US-Dollar und wird im Jahr 2018 voraussichtlich 1908,8 Millionen US-Dollar erreichen. Ein erhöhtes Bewusstsein, überwiegend aufgrund der weitverbreiteten Beratungsgruppen in Bezug auf Humangenetik und der Verfügbarkeit von DTC-Gen-Tests (direct to consumer tests) kurbeln die Marktaussichten weiter an. Aufgrund des wachsenden Interesses an vorbeugenden Tests sehen die Experten hier das größte Wachstumspotenzial.

Die Vielfalt bei Rückerstattungsverfahren und behördlichen Strategien könnte Marktimpuls trotz wachsender Nachfrage behindern. Wenn Proben über internationale Grenzen hinaus versandt werden, können unzulängliche Rückerstattungsverfahren zu einer ungleichen Verfügbarkeit genetischer Testverfahren führen.

„Es gibt potentielle Lücken, die im behördlichen und normativen Rahmen existieren, welche aber angepackt werden müssen,“ warnt Frost & Sullivan Senior Research Analystin Divyaa Ravishankar. „Gegenwärtig gibt es keine gesetzliche Vorschrift zur Qualitätssicherung, insbesondere nicht für Diagnoselabors in verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU.“

Eine Akkreditierung und Zertifizierung für ein Labor anzufragen und zu bekommen, ist freiwillig, weshalb nur einige europäische Labors diese eingeholt haben. Außerdem werden die Definitionen von 'Akkreditierung' und 'Zertifizierung' immer noch nicht durchgängig in den EU-Mitgliedsstaaten akzeptiert.

„Einen Rahmen für Rückerstattungsverfahren zu definieren, die mit grenzüberschreitendem Austausch von Proben für genetische Testverfahren und Daten verbunden ist, ist entscheidend,“ meint Frau Ravishankar abschliessend. „Für die Rückerstattung sollten ordentliche Gesetze eingeführt werden, wenn Proben in anderen Ländern getestet werden; hierfür wird eine gesamteuropäische Kooperation ausschlaggebend sein, um die grenzüberschreitende Arbeit zu optimieren.“

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