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Bundesforschungsinstitut bezieht Stellung

Vorerst bleibt's dabei: Zu viel Salz schadet der Gesundheit

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Ob zu viel Salz in der Ernährung der Gesundheit schadet oder nicht wird anlässlich einer neuen Studie derzeit kontrovers diskutiert. (Symbolbild)
Ob zu viel Salz in der Ernährung der Gesundheit schadet oder nicht wird anlässlich einer neuen Studie derzeit kontrovers diskutiert. (Symbolbild) (Bild: gemeinfrei)

Ob zu viel Salz in der Ernährung der Gesundheit schadet oder nicht wird anlässlich einer neuen Studie derzeit kontrovers diskutiert. Denn: Die Studie machte auch bei zu niedrigem Salzkonsum deutliche Gesundheitsgefahren aus und empfahl eine Reduktion nur in Ländern mit besonders hoher Speisesalzzufuhr. Nun nimmt das Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel Stellung und bemängelt methodische Besonderheiten und Schwächen der Studie.

Karlsruhe – Wer zu viel Speisesalz zu sich nimmt, schadet seiner Gesundheit. Dieser bekannte Zusammenhang werde auch von einer neuen Studie, die aktuell in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde, bestätigt, betont das Max Rubner-Institut (MRI). In die Diskussion ist die Studie jedoch wegen einer anderen Aussage geraten: nur in Ländern mit besonders hoher Speisesalzzufuhr sei eine Reduktion zu empfehlen, so die Studie.

Zu viel oder zu wenig Salz – was schadet der Gesundheit?

Denn überraschend war der in der Studie von einem Zusammenhang zwischen einer niedrigen Speisesalzzufuhr (definiert als weniger als 11 Gramm/Tag) und dem erhöhten Risiko für Herzinfarkt berichtet worden. In Deutschland liege die Speisesalzzufuhr überwiegend in diesem als „wenig“ definierten Zufuhrbereich, so das MRI. Die Studie kommt nun zu dem Schluss, dass eine Reduktion der Speisesalzzufuhr nur in den Ländern zu empfehlen ist, die eine sehr hohe Speisesalzzufuhr von 13 Gramm und darüber aufweisen.

Überraschung bei Vergleichsstudie: Ist (mehr) Salz gesünder als gedacht?

Empfehlungen zum Salzkonsum zu niedrig?

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28.08.18 - Chips, Fertiggerichte, Wurstwaren – die Liste der wegen ihrer hohen Salzgehalte verpönten Lebensmittel ist lang. Zu viel Salz in der Ernährung schadet unserer Gesundheit und salzarm zu essen, ist in jedem Fall die gesündere Wahl. Das ist gängige Meinung, aber stimmt das wirklich? Offenbar nur bedingt, wie Ergebnisse einer aktuellen internationalen Vergleichsstudie mit 18 Ländern nahe legen: Demnach korreliert der tägliche Salzkonsum bis zu einem gewissen Grad sogar positiv mit der Lebenserwartung. Statt weniger Salz zu essen, empfehlen die Forscher, auf die Zufuhr eines anderen Mineralstoffs zu achten. lesen

Weil dies dem bisher bekannten Wissensstand widerspreche, hat das Max Rubner-Institut nun genauer hingeschaut und eine Stellungnahme verfasst, die zu dem Schluss kommt, dass die Studie „eine Reihe von methodischen Besonderheiten und Schwächen“ aufweist.

Die vollständige MRI-Stellungnahme „Viel Salz schädigt die Gesundheit“ finden Sie hier.

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