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Grimsvötn Vulkanausbruch auf Island – Messungen der Aschewolke möglich

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Nach dem Vulkanausbruch des Grimsvötn auf Island hat die Aschewolke nun Norddeutschland erreicht. Forscher des Forschungszentrums Jülich sind vor Ort und bestimmen an der Küste der Kieler Bucht mit Messgeräten vom Boden aus die vertikale Ausdehnung und den zeitlichen Verlauf der Aschewolke.

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Nach dem Ausbruch des Vulkans Grimsvötn auf Island - Wissenschaftler in Deutschland können mit Messgeräten vom Boden aus die vertikale Ausdehnung und den zeitlichen Verlauf der Aschewolke messen. (Quelle: www.vulkan.li)
Nach dem Ausbruch des Vulkans Grimsvötn auf Island - Wissenschaftler in Deutschland können mit Messgeräten vom Boden aus die vertikale Ausdehnung und den zeitlichen Verlauf der Aschewolke messen. (Quelle: www.vulkan.li)

Jülich – In Rendsburg, nahe der Kieler Bucht haben Jülicher Forscher damit begonnen, die heranziehende Aschewolke des Vulkans Grimsvötn zu messen. Mit dem so genannten LIDAR-System können sie Höhe, Menge und Ausbreitung der Rußpartikel bestimmen und mit den Daten des Vorjahres vom Ausbruch des Eyjafjallajökul vergleichen.

Das LIDAR, kurz für „Light detection and ranging“-System, schickt dazu einen Laserstrahl in den Himmel und analysiert den Anteil des aus der Atmosphäre zurück gestreuten Lichts. Die Wissenschaftler können so Partikel bis in eine Höhe von 15 km aufspüren. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie damit die Aschewolke in Nordrhein-Westfalen vermessen können.

Messflüge zur Untersuchung der Größenverteilung der Partikel

Seit vergangenem Sonntag sind die Wissenschaftler vor Ort, aufgrund der lange geplanten EU-Messkampagne DENCHAR. Deren Ziel ist es, neue Geräte für die Messung von Wasserdampf bei Flugkampagnen zu entwickeln und zu charakterisieren. Aus aktuellem Anlass werden die Klimaforscher aber nun das Messprogramm verändern. So sollen, wenn es die Aschewolke zulässt, bei Messflügen mit einem Lear Jet ab morgen auch Geräte des Deutschen Wetterdienstes und der Universität Mainz an Bord sein, mit denen sich die Größenverteilung von Partikeln bestimmen lässt.

Nach dem Vulkanausbruch im Frühjahr 2010 wurde eine europäische Volcanic Ash Cloud Expert Group gegründet, deren deutscher Vertreter der Jülicher Troposphärenforscher Prof. Andreas Wahner ist.

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