English China
Suchen

Branchenbericht Chemie der Commerzbank

Wann kommt das Aus für Europas Basischemie?

Seite: 2/4

Firmen zum Thema

Innovativer Mittelstand

Mittelständische Anbieter von Spezialchemikalien – insbesondere Industriechemikalien – können ihre Innovationskraft unter Einbezug externen Know-hows weiter ausbauen.

Dabei profitieren sie vom hohen Niveau heimischer Forschungseinrichtungen, kompetenten industriellen Partnern sowie einem anspruchsvollen breiten Abnehmerkreis, etwa aus der Kunststoffverarbeitung oder der Automobilindustrie.

Bildergalerie

„Die mit industriellem Wachstum einhergehende Zunahme der Kaufkraft in den Schwellenländern und der technologische Fortschritt schaffen zusätzliche Nachfrage nach höherwertigen Chemieprodukten“, erklärt Günter Tallner, Bereichsvorstand der Commerzbank.

Die mehrheitlich größeren Unternehmen der Sparte Grundstoffchemie sind durch den Ölpreisrückgang wieder wettbewerbsfähiger. Nach zuletzt mageren Jahren mit teils hohen Kapazitäts- und Produktionsrückgängen wird für 2016 wieder ein leichter Produktionszuwachs von 0,5 Prozent prognostiziert.

Förderlich für die Rentabilität sind zudem Synergien und Produktivitätsvorteile bei in Verbundstrukturen eingebetteten Anlagen. Die Verwendung alternativer Ressourcen wie Erdgas oder nachwachsender Rohstoffe nimmt zu. Auch die Wachstumszentren der Chemieindustrie verschieben sich und wandern von den Industriestaaten in Richtung Schwellenländer oder Regionen mit niedrigen Rohstoff- und Energiekosten ab. Grund sind die zunehmenden Kapazitäten im Nahen Osten sowie den USA. Für sie wirken sich die höheren Rohstoff- und Energiekosten in Deutschland im Vergleich zur außereuropäischen Konkurrenz nachteilig aus.

(ID:43790127)

Über den Autor

 Anke Geipel-Kern

Anke Geipel-Kern

Leitende Redakteurin PROCESS/Stellvertretende Chefredakteurin PharmaTEC, PROCESS - Chemie | Pharma | Verfahrenstechnik