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Innovationsstandort Deutschland

Warum der Standort Deutschland die Bedingungen für Innovationen verbessern muss

| Redakteur: Matthias Back

Deutschland und Europa laufen Gefahr, als Wirtschaftsstandort ins Hintertreffen zu geraten, wenn sich die Bedingungen für Innovationen nicht verbessern. Diese Warnung kam im Rahmen der Achema von mehreren hochrangigen Industrievertretern.

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(Bild: DECHEMA/Helmut Stettin)

Frankfurt a. M. – Bei der Eröffnungspressekonferenz am Montag forderte unter anderem der Hauptgeschäftsführer des VCI Dr. Utz Tillmann bessere Rahmenbedingungen für Innovationen und eine „Innovationskultur“. Auch Wolfgang Büchele, Vorstandsvorsitzender bei Linde, wünschte sich in einer Podiumsdiskussion am Dienstag mehr Offenheit gegenüber Neuem; sonst würden Innovationen in anderen Regionen der Welt umgesetzt und nicht mehr in Deutschland oder Europa.

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Achema soll Leuchtturm der Innovationsfähigkeit sein

Die Achema hat sich zum Ziel gesetzt, den Innovationsstandort Deutschland zu erhalten und weiter zu stärken. „Für uns ist es ein Signal, die hochinnovativen Branchen der Prozessindustrie – Ausrüster für Chemie, Pharma und Lebensmittel – hier in Frankfurt zu versammeln“, sagte Dr. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der Dechema Ausstellungs-GmbH am Rande des Pressefrühstücks zur Halbzeit der Achema. „Neue Technologien und Produkte werden überall in der Welt entwickelt; dass sehen wir auf dieser Achema deutlicher denn je. Deutsche Unternehmen sind nach wie vor ganz vorne mit dabei, und wir wünschen uns, dass dies so bleibt.“ Von der Achema solle deshalb nicht nur ein Impuls für die weltweiten Branchen ausgehen, sie solle auch innerhalb Deutschlands und Europas als Leuchtturm für Innovationsfähigkeit wirken.

Die Achema, bei der sich zur Zeit in Frankfurt 3.813 Aussteller aus 56 Ländern präsentieren, dauert noch bis zum Freitag. Die Aussteller zeigten sich bislang sehr zufrieden. Zahlreiche Besucher waren bereits an den ersten beiden Messetagen in den Ausstellungshallen unterwegs, und auch auf Besucherseite wurde eine zunehmende Internationalität wahrgenommen. Einer der bisherigen Höhepunkte des Kongressprogramms war die Podiumsdiskussion „Bioökonomie in der Shale-Gas-Falle“. Auch die international ausgerichteten Achema Worldwide Business Foren zu Saudi Arabien und Houston stießen auf außerordentlich großen Anklang. Mit den Fokusthemen Biobased World und industrielles Wassermanagement wurde offensichtlich ein Nerv getroffen; die Vorträge dazu waren hervorragend besucht. Das dritte Fokusthema innovative Prozessanalytik startet heute mit einem Praxisforum und setzt sich morgen im Kongressprogramm fort.

Die Achema ist das Weltforum für chemische Technik, Verfahrenstechnik und Biotechnologie. Alle drei Jahre präsentieren bei der globalen Leitmesse der Prozessindustriefast 4.000 Aussteller aus mehr als 50 Ländern rund 170.000 Teilnehmern aus aller Welt neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Das Spektrum umfasst von Laborausrüstung, Pumpen und Analytikgeräten über Verpackungsmaschinen, Kessel und Rührer bis zu Sicherheitstechnik, Werkstoffen und Software alles, was in der chemischen Industrie, der Pharma- und Lebensmittelherstellung benötigt wird. Der begleitende Kongress ergänzt die Themenvielfalt der Ausstellung mit 800 wissenschaftlichen Vorträgen und zahlreichen Gast- und Partnerveranstaltungen.

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