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Warum Evonik bei Jenacell einsteigt

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Wundauflage wächst im Nährmedium

Nanocellulose lässt sich biotechnologisch – mit Hilfe von Bakterien in einem Nährmedium herstellen. Die Mikroorganismen produzieren das Material quasi als Vlies auf der Oberfläche, um sich vor Austrocknung und anderen Gefahren zu schützen. Bislang ließ sich die Produktion nicht automatisieren. Sie erfolgte in ruhenden Kulturmedien, bei denen nach jeder Ernte die Fermentation neu anlaufen musste. JeNaCell verfügt nun über eine Technologie, mit der sich Nanozellulose automatisiert in einer Endlosschleife herstellen lässt. Dabei wird das Produkt kontinuierlich abgezogen, ohne die Fermentation zu stören. So lassen sich große Mengen des Materials herstellen und gleichzeitig die Kosten senken.

Grundlagenforschung an der Uni Jena

Die wissenschaftlichen Grundlagen für das Produktionsverfahren von Jenacell an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gelegt. Das Unternehmen wurde 2012 von den dort tätigen Chemikerinnen Nadine Heßler und Dana Kralisch gegründet.

Die Investition von Evonik erfolgte im Rahmen einer Serie-A-Runde zusammen mit der bmt beteiligungsmanagement thüringen sowie der Sparkasse Jena. Weiterhin haben sich auch der High-Tech-Gründerfonds und die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) beteiligt, die bereits die Seed-Finanzierung zur Verfügung gestellt hatten. Die Finanzmittel sollen unter anderem in den Auf- und Ausbau der Produktion am Standort Jena sowie in Vertrieb und Marketing fließen.

Evonik will im Rahmen seiner Venture Capital Aktivitäten insgesamt 100 Millionen € in vielversprechende Start-ups mit innovativen Technologien und in führende, spezialisierte Venture Capital Fonds investieren. Regionale Schwerpunkte sind Europa, die USA und Asien. Aktuell hält Evonik Beteiligungen an sechs Start-ups und drei Fonds. Mehr Informationen unter http://venturing.evonik.com/

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