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Aspirin Warum senkt Aspirin das Krebsrisiko?

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Aber auch die Faktoren Rauchen und regelmäßige Einnahme von Aspirin wirken sich auf das Krebsrisiko aus – allerdings im gegenteiligen Sinn. Forscher der Universität Basel zeigen nun, dass Aspirin und Rauchen bei Frauen Alterungsprozesse am Erbgut verändern, die mit Darmkrebs zusammenhängen.

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Unser Lebenswandel beeinflusst Alterungsprozesse am Erbgut, welche zur Zelltransformation und Krebs führen können.
Unser Lebenswandel beeinflusst Alterungsprozesse am Erbgut, welche zur Zelltransformation und Krebs führen können.
(Bild: Dep. Biomedizin Universität Basel und Martin Oeggerli/Micronaut, mit Unterstützung der Hochschule für Life Sciences, FHNW)

Basel/Schweiz – Bereits in den 1990er-Jahren hatten Wissenschaftler entdeckt, dass die regelmäßige Einnahme von Aspirin über längere Zeit das Krebsrisiko senkt. Seither attestierten zahlreiche Studien dem Medikament einen schützenden Effekt vor verschiedenen Typen von Krebs. So soll die regelmässige Aspirin-Einnahme das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um durchschnittlich 40% senken. Wie genau das Medikament das Krebsrisiko beeinflusst, ist jedoch nicht bekannt.

Ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Primo Schär, Molekulargenetiker am Departement Biomedizin der Universität Basel, und dem Magen-Darm-Spezialisten PD Dr. Kaspar Truninger hat nun einen möglichen Mechanismus entdeckt, wie Aspirin das Krebsrisiko mindern könnte: Es bremst bestimmte Alterungsprozesse im Erbgut – nämlich Veränderungen, die auch bei der Entstehung von Tumoren eine Rolle spielen.