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Textilbasierte Elektronik Warum unsere Jeans in Zukunft ein Computer sein könnte

| Redakteur: Peter Koller

Der Begriff Smart Cloth könnte bald eine neue Bedeutung bekommen: Statt herkömmliche Elektronik in Kleidung zu integrieren, sollen Textilien selbst zu Elektronik werden.

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Ein aus präparierten Baumwollfasern erzeugter organischer elektrochemischer Transistor steuert eine LED (Cornell University)
Ein aus präparierten Baumwollfasern erzeugter organischer elektrochemischer Transistor steuert eine LED (Cornell University)

Forscher an der angesehenen Cornell-Universität glauben, dass ihnen ein Durchbruch auf dem Weg zu textilbasierten Transistoren gelungen ist. Der Cornell-Professor Juan Hinestroza ist Mitglied eines internationalen Wissenschaftler-Teams, das an dieser Aufgabe arbeitet.

In einem Forschungsaufsatz mit dem Titel Organic electronics on natural cotton fibres beschreiben sie ein Verfahren, bei dem Baumwollfasern zunächst mit Gold-Nanopartikeln und anschließend mit leitenden oder halbleitenden Materialien beschichtet werden, wodurch organische Transistoren geschaffen wurden.

"Die Beschichtungen der Faser sind so dünn, dass deren Flexibilität erhalten geblieben ist", so Hinestroza. Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler aus den Transistoren komplexere Schaltkreise bilden - etwa um eine Sensorik für Körpertemperatur, Herzschlag oder Blutdruck zu erzeugen.

Denn das Ziel der Forschung sind intelligente Kleidungsstücke wie etwa ein Krankenhaus-Nachthemd, das die Vitalwerte des Trägers überwachen und übermitteln kann oder Sportkleidung, die die Leistungsdaten des Trägers aufzeichnet.

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