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Motivation Warum zum Erreichen der Ziele mehr als nur Willen nötig ist

| Autor / Redakteur: Winfried Neun / Matthias Back

Die Mär vom eisernen Willen, mit dem man jedes Ziel erreichen kann, ist nach wie vor die zentrale Eigenschaft der gängigen Motivationslehre. Doch nicht nur der Wille zählt. Dieser Artikel verrät, warum Erfolg nicht nur vom Willen zum Erfolg abhängt

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Mit gutem Willen allein lässt sich nicht jedes Ziel erreichen.
Mit gutem Willen allein lässt sich nicht jedes Ziel erreichen.
(Bild: Deutsche Marine)

Neben dem Charakter und der individuellen Persönlichkeit gibt es natürlich noch weitere Faktoren in unserer Psyche, die uns manchmal hindern, das zu tun, was wir möchten oder was richtig wäre. So banal es klingt, unsere Stimmung ist ein ganz wichtiger Faktor. Ob wir gut oder schlecht „drauf“ sind, hat einen starken Einfluss auf unsere Entscheidungen. Man könnte auch sagen, dass wer nicht gut drauf ist, auch nicht gut denken kann.

Stimmung spielt entscheidende Rolle

In der Forschung und zunehmend auch in der Praxis wird daher nicht ohne Grund vom Stimmungsmanagement in Veränderungsprozessen gesprochen. Darüber hinaus spielt die Art und Weise, wie wir den Prozess der Veränderung angehen, eine große Rolle hinsichtlich des Erfolgs oder Misserfolgs in Veränderungsprozessen. Die nachfolgenden Ausführungen basieren auf Forschungsergebnissen der Universität Osnabrück am Lehrstuhl Psychologie im Bereich der Persönlichkeitspsychologie.

Im Rahmen vieler praktischer Anwendungen im Industrie- und Privatbereich wurde dabei die Methodik des K.O.M.-Motivators entwickelt. Die Beispiele stammen aus diesen Beratungsprojekten und sind validierte Fallbeispiele.

„Begabung kann nicht ausgeschöpft werden ohne die notwendige Motivation, ohne Selbststeuerung und ohne das richtige Gleichgewicht aller psychischen Kräfte“, sagt Prof. Dr. Julius Kuhl von der Universität Osnabrück. Die Nutzung der eigenen Fähigkeiten zur Gestaltung von Veränderungen basiert insbesondere darauf, dass es uns gelingt, die psychischen Kräfte in ein Gleichgewicht zu bringen –aktives Stimmungsmanagement ist dabei das oberste Gebot.

Beeinflussen der eigenen Stimmungslage ermöglicht optimales Ausnutzen der Begabungen

Denn Stimmungsmanagement ist das bewusste, methodisch gestützte und konsequente Erkennen von Stimmungslagen bei sich und anderen, sowie deren Beeinflussung durch systematische Intervention und Emotionssteuerung. Die Beeinflussung der eigenen Stimmungslage durch Selbstmotivation oder Selbstberuhigung schafft dabei die zentrale Voraussetzung, um alle vorhandenen Begabungen optimal auszuschöpfen und die anstehenden Veränderungsprozesse auch optimal zu realisieren.

Hierbei spielen Ziele eine zentrale Rolle für unser Handeln. Um dies jedoch praktisch aufzuzeigen, ist vorab eine Abgrenzung der Begriffe Ziele, Absichten und Motive unerlässlich. Alle drei Begriffe werden dort angewendet, wo wir vor einer Schwierigkeit oder einer Problemlösung stehen. Wir setzen uns also immer nur dann bewusste Ziele oder definierte Vorsätze, wenn wir eine Handlung oder Veränderung realisieren sollen, deren Umsetzung, das heißt die gewollte Handlung, nur sehr schwer realisierbar ist.

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