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Motivation

Warum zum Erreichen der Ziele mehr als nur Willen nötig ist

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Schwierigkeiten führen daher im ersten Schritt zu einer bewussten Auseinandersetzung mit der Situation und damit zur Gestaltung einer gewollten Handlung. Hierbei haben die drei Begriffe Ziele, Absichten und Motive eine unterschiedliche Funktion. Die Motive steuern unsere Wahrnehmung so, dass wir gezielt die Dinge wahrnehmen, die für die Bedürfnisbefriedigung relevant sind.

Motive helfen, Veränderungen anzustoßen

Ein Mitarbeiter fühlt sich an seinem Arbeitsplatz nicht wohl und überfordert. Ein Zustand, der ihm mehr und mehr zu schaffen macht und seine Ursache darin hat, dass die aktuellen Tätigkeiten seinen persönlichen Neigungen immer weniger entsprechen. Folgerichtig wird dieser Mitarbeiter immer unzufriedener werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem er seine aktuelle Situation bedürfnisorientiert analysiert und feststellt, dass er eine kreativer ausgerichtete Tätigkeit bevorzugen würde.

Diese bewusste Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation basiert auf einem oft unbewusstem Motiv, das seine Wahrnehmung so steuert, dass er immer öfters die negativen Seiten seiner Tätigkeit wahrnimmt als die positiven. Motive sind wie Duftspuren, die uns teilweise unbewusst auf die Punkte oder Situationen aufmerksam machen, die mit unseren Bedürfnissen nicht mehr in Einklang stehen.

Positiv gesehen hilft uns diese Fähigkeit bei der Suche nach Handlungsalternativen in schwierigen Situationen und sorgt dafür, dass wir die eigenen Bedürfnisse nicht hintergehen. Eine andere Funktion haben hingegen die Absichten. Sie sind Vertreter von schwierigen Handlungen, die wir nicht so gern angehen wollen. Sie ersetzen in einem gewissen Maße unsere Handlung, die wir ja in Wirklichkeit gar nicht umsetzen wollen. Absichtserklärungen sind eine Art Droge für unser Gewissen. Sie beruhigen uns und ermöglichen ein konfliktfreies Handeln auf anderen Feldern.

Gute Vorsätze als gutes Beispiel für reine Absichten

Jeder kennt die vielen Absichtserklärungen am Jahresende oder zu Neujahr. Absichten, die wir eigentlich umsetzen sollten, aber die Betonung liegt auf eigentlich. Wir spielen uns selbst was vor und ersetzen das Tun durch das Wollen. Das Ziel, nicht mehr zu rauchen, wird zu einer Absicht umfunktioniert. Damit beruhigen wir unser Gewissen, das auf ein gesünderes Leben pocht, ohne den Vorsatz umzusetzen.

Trotz dieser „betrügerischen“ Funktion von Absichten sind diese für unser Handeln auch sehr wichtig. Denn vor jeder Handlung steht eine Absicht. Die Absicht ist der Vorbote der Handlung und entsteht durch einen sehr vielschichtigen Denkprozess. Um aus der Absicht dann eine Handlung abzuleiten, bedarf es klarer und eindeutiger Ziele. Damit wären wir bei unserem letzen Begriff und dessen psychologischer Bedeutung: Ziele, die Vertreter für ein konkretes zu erreichendes Ergebnis. Damit helfen Ziele die geistige Leistungskraft auf die Zielerreichung zu konzentrieren, und unterstützen aktiv die Suche nach dem Weg, der von der Absicht zum Ergebnis führt. Ziele sind also sehr hilfreich, wenn es darum geht, den richtigen Weg zur Realisierung einer Veränderung zu finden. Umso konkreter und spezifischer diese Ziele sind, desto besser und schneller finden wir den Weg dorthin. So wird aus einer Absicht eine Handlung.

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