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Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Was bringt die „Grüne Chromatographie“?

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Die Probenauftrennung

Neben der Verwendung nicht-toxischer Laufmittel ist die Verringerung der absoluten Lösungsmittelmenge im Auftrennungsschritt ein Ziel der „Green chromatography“. Sehr einfach geschieht dies durch die Änderung der Säulendimensionen. Durch Verringerung des Säulendurchmessers und der Säulenlänge können jeweils signifikante Mengen an Laufmittel eingespart werden.

Ein anderer Ansatz besteht in der Miniaturisierung der Geräte und Säulen – von der UHPLC über die Mikro bis zur Nano-HPLC. So verbraucht eine UHPLC gegenüber einer HPLC nur noch ein Dreißigstel an Lösungsmitteln, weniger Injektionsvolumen und insgesamt kann die Analysezeit ebenfalls drastisch reduziert werden [14]. Mikro- und Nano-HPLC können den Lösemittel- und Energieverbrauch sowie die Analysezeit noch weiter verringern. Gleichzeitig ist die Sensitivität der heutigen Geräte gut genug, um auch komplexe Proben analysieren zu können [15].

Eine andere „grüne“ Methode ist die Supercritical Fluid Chromatography (SFC), die in den letzten Jahren wieder Aufwind erhalten hat. Hierbei wird superkritisches CO2, welches in diesem Zustand unpolar ist, verwendet. Ein geringer Zusatz von maximal 30% an polaren Lösungsmitteln (Methanol, Ethanol oder Isopropanol) ist notwendig, um die Polarität zu erhöhen. Die SFC hat mehrere Vorteile: CO2 ist nicht-toxisch und muss deshalb auch nicht extra entsorgt werden, sondern verdampft nach der Anwendung. Der Anwender kümmert sich lediglich um die zugesetzten Lösungsmittel. Weiterhin ist die SFC in der Auftrennung sehr schnell, effizient und braucht nur sehr geringe Äquilibrierungszeiten. Durch weitere Verbesserungen in der Gerätetechnik, eine immer weiter wachsende Zahl an Veröffentlichungen und Anwendungsbeispielen sowie einer eigenen Konferenz zur SFC erhält diese Technik immer weiter an Bedeutung [16].

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