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Innovationskultur

Was ist aus dem Land der Erfinder geworden?

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Mittelstand spürt Engpass an Fachkräften

Die Analyse von IW Consult und Santiago widmet sich auch dem Thema Fachkräftemangel: Vor allem der Mittelstand spürt den Engpass an Fachkräften schon heute. Ein Viertel der Unternehmen mit weniger als 1.000 Beschäftigten leidet unter dem akademischen Fachkräftemangel – einige auch unter Engpässen bei nichtakademischem Personal.

Die Autoren der Studie plädieren deshalb für mehr mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht. Außerdem müsse Deutschland auch die Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte erleichtern und fördern.

Um die Finanzierung von Innovationen – vor allem im Mittelstand und bei Start-ups – zu stärken, halten die Autoren der Studie eine steuerliche Forschungsförderung und eine unkomplizierte Projektförderung für kleine und mittlere Unternehmen für genauso wichtig wie bessere Finanzierungsmöglichkeiten von Unternehmensgründern durch Wagniskapital. Die Studie liefert hierzu Fakten: Gut ein Drittel der Unternehmen empfinden eine fehlende steuerliche Forschungsförderung als ein starkes oder mittleres Innovationshemmnis. Nach der Finanzierung befragt, antworteten ein Fünftel der Unternehmen, dass unterentwickelte Risikokapitalmärkte für sie ein Innovationshemmnis seien.

Mehr gesellschaftliche Akzeptanz für Innovationen nötig

Besonders beim Thema gesellschaftliche Akzeptanz besteht Handlungsbedarf, das belegen die Ergebnisse der Studie ebenfalls: Ein Drittel der Unternehmen wünscht sich mehr politische und gesellschaftliche Akzeptanz ihrer Innovationsleistung. „Das ist aber nichts, was sich einseitig einfordern lässt. Das ist etwas, das wir kontinuierlich im Dialog erarbeiten müssen“, betonte Dekkers und sagte weiter: „Der öffentliche Diskurs kann manchmal unbequem sein, aber er ist unverzichtbar. Unternehmen, Verbände, Wissenschaft müssen mit der Bevölkerung einen früh-zeitigen, transparenten Austausch über neue Technologien führen. Der Politik kommt dabei eine wichtige Rolle als Moderator zu.“

Zur Studie:

An der Umfrage nahmen fast 200 Unternehmen teil. Zusätzlich wurden rund 70 Experten, Kunden und Kooperationspartner in der Wissenschaft für die Studie befragt. Sie deckt damit auf repräsentative Weise die ganze Breite der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland ab.

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