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Horroraufgabe Mitarbeiter kündigen

Was tun wenn ein Mitarbeiter gehen muss?

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Notwendigkeit: sich eigene Fehler eingestehen

Doch noch aus weiteren Gründen fällt vielen Chefs von KMU das Kündigen schwer. So müssen sie sich zum Beispiel, wenn sie die Entlassung eines Mitarbeiters erwägen, nicht selten eigene Fehler oder Versäumnisse eingestehen. Zum Beispiel, dass sie

  • den falschen Mitarbeiter eingestellt haben,
  • die Entwicklung des Geschäfts falsch eingeschätzt haben oder
  • bei Fehlentwicklungen nicht rechtzeitig gegengesteuert haben.

Deshalb schreiben sie sich, wenn sie eine Kündigung aussprechen müssen, oft eine gewisse Mitschuld zu. Auch dies erschwert es ihnen, die notwendige Entscheidung rechtzeitig zu treffen.

Hinzu kommt: Viele Führungskräfte geraten, wenn sie einen Mitarbeiter entlassen, mit ihrem Selbstbild beziehungsweise mit dem Bild, das sie bei ihren Mitarbeitern hinterlassen möchten, in Konflikt. Dies gilt speziell für Führungskräfte, die ansonsten einen partnerschaftlich-kooperativen Umgang mit ihren Untergebenen pflegen. Sie befinden sich plötzlich in einer Situation, in der sie die Macht, die sie aufgrund ihrer Führungsposition haben, offen zeigen müssen. Dies versetzt sie in innere Panik. Unter anderem, weil sie sich fragen:

  • Was denken die anderen Mitarbeiter von mir, wenn ich einen ihrer Kollegen entlasse?
  • Ändert sich durch die Kündigung auch ihr Verhältnis zu mir?
  • Packt sie die Angst: Ich könnte der Nächste sein, der gehen muss?

Verbleibende Mitarbeiter sehen Kündigung oft voraus

Die Praxis zeigt: Diese Befürchtungen sind meist unbegründet. Die verbleibenden Mitarbeiter haben in der Regel mehr Verständnis für die Entscheidung der Führungskraft, als diese glaubt. Gerade erfahrene Mitarbeiter haben in der Regel einen sechsten Sinn dafür, was betrieblich notwendig ist – auch weil sie in vielen KMU fast alle Geschäftsprozesse hautnah miterleben. Zudem haben sie ein feines Gespür für die Stärken und Schwächen ihrer Kollegen. Sie registrieren sehr wohl: Dieser Kollege ist zwar nett, aber überfordert. Oder: Dieser Kollege tut zwar stets sehr beschäftigt, doch in Wahrheit hat er das Arbeiten nicht erfunden. Also haben sie auch eine feine Nase dafür, wann eine Kündigung „fällig“ ist. Häufig haben sie sogar wenig Verständnis für den Langmut ihrer Vorgesetzten. „Wenn ich was zu sagen hätte, wäre der schon lang geflogen.“ Sie erwarten von ihrem Vorgesetzten geradezu, dass er die nötigen Konsequenzen zieht.

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