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LIMS

Umweltmanagement und Betriebseffizienz im Labor kombinieren

| Autor/ Redakteur: Colin Thurston* / Dr. Ilka Ottleben

Entgegen vieler Annahmen gilt auch für Labore, dass Umweltverantwortung nicht auf Kosten der Rentabilität gehen muss. Tatsächlich kann effektives Umwelt­management oftmals die Betriebseffizienz vorantreiben. Ein Laborinformationsmanagementsystem (LIMS) kann dazu entscheidend beitragen.

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Abb. 1a: Für Labore bietet die ISO 14000 Normenfamilie ein Rahmenwerk zur Reduzierung von Abfall und Umweltbelastung...
Abb. 1a: Für Labore bietet die ISO 14000 Normenfamilie ein Rahmenwerk zur Reduzierung von Abfall und Umweltbelastung...
(Bild: Kamonpong Saejun)

Labore, die sich für einen strengen und disziplinierten Ansatz im Bereich Umweltmanagement entscheiden, erzielen in der Regel Effizienzsteigerungen in Form von reduziertem Energieverbrauch, effizienterer Nutzung von Verbrauchsmaterialien, verringerter Abfallerzeugung, niedrigeren Entsorgungskosten und mehr. Dies ergibt Sinn. Abfall, einschließlich der externen Umwelteffekte der Laborführung, ist fast immer ein Zeichen, dass irgendwo im Betrieb Ineffizienz vorliegt.

Die ISO 14000 Normenfamilie wird seit mehr als 15 Jahren in vielen Branchen eingesetzt. Für Labore bietet sie ein nützliches, nichttechnisches Rahmenwerk für die erfolgreiche Reduzierung von Abfall und Umweltbelastung. ISO 14001, die Hauptnorm der 14000 Normenfamilie, beschreibt eine Reihe von Richtlinien zur Einführung eines effektiven Umweltmanagementsystems (UMS). Ein UMS ist ein Management-Rahmenwerk, das Entscheidungsträger, einschließlich solcher in Verbindung mit Laboren, beim Setzen von umweltbezogenen Zielen und der Entwicklung einer positiven Feedbackschleife unterstützt. Letztere ermöglicht eine sich stetig verbessernde Umweltleistung und infolgedessen eine höhere Laboreffizienz.

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Die Feedbackschleife ist der Kern der ISO 14001 Norm. Den Mittelpunkt bildet ein Fünf-Stufen-Prozess: Zunächst muss sich das Labormanagement Umweltzielen verpflichten, die für das Unternehmen vernünftig sind. Dann muss ein Plan erstellt werden, wie diese Ziele über einen festgelegten Zeitraum hinweg (oftmals ein Quartal oder ein Geschäftsjahr) erreicht werden sollen. Schritt Drei ist die Umsetzung: Sobald ein konkreter Plan ausgearbeitet wurde, muss das Management diesen den Mitarbeitern vorstellen und sicherstellen, dass sie dazu in der Lage sind, ihre neuen Arbeitsabläufe auszuführen.

Wurde der Plan umgesetzt, beginnen die letzten beiden Stufen. In der Beurteilungsphase muss das Labor kontinuierlich alle Betriebsabläufe überwachen und Daten zur Erfüllung des Plans sammeln. Die abschließende Prüfungsphase gibt dem Labormanagement die Möglichkeit, die in der Beurteilungsphase gesammelten Daten zu bewerten und nach Wegen zur Verbesserung des ursprünglichen Plans für den nächsten Betriebszeitraum zu suchen – was natürlich wieder zur Richtlinienstufe zurückführt. Verbesserungen im Umweltmanagement in Bezug auf Laborabläufe können eine Reihe von Zielen sein wie beispielsweise Betriebskosten für Geräte oder die Entsorgung von Lösungsmittelabfällen, und ihre Ursache kann in langjährigen Arbeitspraktiken liegen.

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