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Analytica 2018

Young Chemist Award: Junge Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Die drei Preisträger des Metrohm Young Chemist Awards (MYCA): (v.l.n.r.) Mohammad Sajjad AbdiGhahroudi, Universität Duisburg Essen, Matthias Steimecke, Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg und Denis Öhl, Ruhr-Univesrität Bochum.
Die drei Preisträger des Metrohm Young Chemist Awards (MYCA): (v.l.n.r.) Mohammad Sajjad AbdiGhahroudi, Universität Duisburg Essen, Matthias Steimecke, Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg und Denis Öhl, Ruhr-Univesrität Bochum. (Bild: LABORPRAXIS)

Metrohm hat in diesem Jahr ordentlich etwas zu feiern: Das Unternehmen blickt auf 75 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Doch anstatt sich ausgiebig selbst zu zelebrieren, nutzt das Unternehmen die Analytica, um - was auch sonst - seine zahlreichen Neuheiten einem breiten Fachpublikum zu präsentieren. Und – es feiert andere, nämlich den Nachwuchs.

Filderstadt, München – Vor 75 Jahren legte Bertold Suhner, ein junger Ingenieur, im schweizerische Herisau den Grundstein für das Unternehmen Metrohm. Der Gründer bewies, das Unternehmen beweist bis heute viel Innovationsgeist. Genau diesen Geist will das Unternehmen bei jungen Nachwuchswissenschaftlern fördern, indem es weltweit den Metrohm Young Chemist Award (MYCA) vergibt und damit junge Talente würdigt und anerkennt. So auch anlässlich der Analytica 2018 in Deutschland: Über die Auszeichnung freuen konnten sich in diesem Jahr Mohammad Sajjad AbdiGhahroudi von der Universität Duisburg Essen, Matthias Steimecke, Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg und Denis Öhl von der Ruhr-Universität Bochum.

Elektrolyse in ihren unterschiedlichsten Anwendungsbereichen

Denis Öhl, seit einem Jahr Doktorand bei Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann, Analytische Chemie – Zentrum für Elektrochemie (CES) der Ruhr‐Universität Bochum wurde für seine Arbeit zur Sauerstoffreduktion an mit Silbernanopartikel modifizierten Kohlenstoffnanoelektroden ausgezeichnet. Die Arbeit steht im Kontext moderner Chlor-Elektrolyse-Verfahren an sog. Sauerstoff-Verzehrkathoden. Die Erzeugung von Chlor ist in der modernen Industrie von enormer wirtschaftlicher Relevanz. Im Jahr 2012 wurden 77 Mio Tonnen Cl2 produziert. 60% aller Produkte der chemischen Industrie benötigen Cl2.

Matthias Steimecke hat den praktischen Teil seiner Doktorarbeit, die er bei Prof. Dr. Michael Bron am Institut für Technische Chemie Erneuerbarer Energien an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg durchführte bereits hinter sich. Seine Arbeit, für die er nun ausgezeichnet wurde, bewegt sich im Bereich der Erneuerbaren Energien. Um die notwendige Balance aus der Menge an ins Stromnetz eingespeistem und daraus entnommenem Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu ermöglichen, braucht es geeignete Speichertechnologien, um vorübergehend anfallende Strom-Überschüsse auszugleichen. Die chemische Speicherung von Energie in Form von Wasserstoff über elektrokatalytische Reaktionen ist eine vielversprechende Alternative, nicht zuletzt, da sie prinzipiell an preiswerten Materialien möglich ist und Wasserstoff ein wichtiger Grundstoff für die chemische Industrie darstellt. Um die dazu notwendigen Materialien weiter zu optimieren muss man sie zunächst einmal genau verstehen. Genau hier setzt die Arbeit von Matthias Steimecke zur In situ Charakterisierung von Elektrokatalysatoren mit einem neuen Raman-gekoppelten elektrochemischen Rastermikroskop an.

Die andere Seite des Chlors

Die dritte ausgezeichnete Arbeit von Mohammad Sajjad AbdiGhahroudi aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Torsten C. Schmidt Institut für Instrumentelle Analytische Chemie der Universität Duisburg Essen ist im Bereich Wasser- & Umweltanalytik angesiedelt. Chlor ist nicht nur Grundstoff für die chemische Industrie, es spielt auch eine Rolle als potenzielle Wasser- und Umweltkontaminante. N-Chloroglycine beispielsweise entsteht u.a. als Nebenprodukt der Desinfektion von Trinkwasser. AbdiGhahroudi entwickelte im Rahmen seiner Arbeit eine neue Messmethode für Chlor über die indirekte Messung von N-Chloroglycine per Ionenchromatographie gefolgt von einer iodometrsichen Post-Column-Reaction.

Neuheiten von der pH-Messung bis zur Ionenchromatographie

An seinem Messestand in Halle A1 Stand 101 präsentiert Metrohm indes zahlreiche Neuheiten, wie die 2016 eingeführte modulare Titrierplattform Omnis. Den neuen kompakten Online-pH-Analysator 2026 als Alternative zur Inline-pH-Messung und Teil einer neuen Familie von kostengünstigen Online-Prozessanalysatoren, den 930 Compact IC Flex als vielseitiger Ionenchromatograph für zahlreiche Routine-Anwendungen beispielsweise in der Wasser- & Umweltanalytik oder seinen 859 Titrotherm thermometrischen Titrator, der dort seine Vorteile entfaltet, wo die potentiometrische Titration an ihre Grenzen stößt.

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