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Katalysatortechnologie Wasserkreisläufe nachhaltig desinfizieren

| Redakteur: Meike Herkersdorf

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Volker Alps (links) und Peter Guttmann (rechts) präsentierten Berkefelds Produktneuheiten rund um die Wasseraufbereitung.
Volker Alps (links) und Peter Guttmann (rechts) präsentierten Berkefelds Produktneuheiten rund um die Wasseraufbereitung.
(Bild: Ottleben)

Auch in der Wasseraufbereitung nehmen Aspekte der Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit einen wachsenden Stellenwert ein. Und so standen auf der Pressekonferenz von Berkefeld/VWS Deutschland neue Strategien für eine Carbon-Footprint-optimierte und umweltverträgliche Wasseraufbereitung im Mittelpunkt.

Um einen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen zu leisten und gleichzeitig Energiebedarf und Kosten zu senken, berechnet Berkefeld den Carbon Footprint seiner Anlagen zur Wasseraufbereitung. „Wir berücksichtigen alle Treibhausgasemissionen, die während der Lebensdauer unserer Anlagen anfallen, einschließlich projekt- und einsatzspezifischer Faktoren“, erläutert Volker Alps, Leiter des Geschäftsbereichs Solutions bei Berkefeld. Logische Folge der Berechnungen sei nachfolgend die intensive Optimierung der eingesetzten sowie die Entwicklung neuer Technologien.

Wie sich mittels Technologie-Innovationen nicht nur CO2 einsparen, sondern auch die Umweltverträglichkeit der Wasseraufbereitung insgesamt verbessern lässt, veranschaulicht die von Berkefeld neu entwickelte VWS MOL Katalysatortechnologie zur Eliminierung von Biofilmen in Prozesswasser und Kühlkreisläufen, die ohne Chemikalien-Einsatz auskommt. „Ohne Gegenmaßnahmen führen Biofouling und Scaling zu organischen und mineralischen Ablagerungen an der Oberfläche der wasserführenden Systeme, die Energieeffizienz und Betriebsicherheit beeinflussen“, erläutert Peter Guttmann, Leiter Geschäftsentwicklung/Produktmanagement Desinfektion. Der zur Desinfektion eingesetzte Vollmetallkatalysator mit Halbleiter-Eigenschaften bewirkt nach Aktivierung durch H2O2 letztlich die oxidative Zersetzung der Keime. Übrig bleiben partiell oxidierte Fettsäuren, deren Tensid-Eigenschaften eine Ablösung von Biofilmen betreffender Oberflächen vermitteln. Die jüngste Weiterentwicklung der Technik verwendet statt H2O2 die Energie aus niedrig-energetischem Licht.

Amecha: Halle 6.1, Stand B98

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