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SOFC-Brennstoffzellen Weltrekord für Brennstoffzellen „made in Jülich“

| Redakteur: Tobias Hüser

Ein Stapel von planaren Festoxid-Brennstoffzellen (engl. "Solid Oxide Fuel Cells" SOFC) des Forschungszentrums Jülich hat jetzt einen neuen Weltrekord aufgestellt. Der Stack läuft mittlerweile ununterbrochen über 61 000 Stunden, davon 60 000 Stunden mit Stromproduktion.

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Eine Probe aus gläsernem Füge- und Dichtmaterial für Hochtemperatur-Brennstoffzellen wird mit einem unsichtbaren Laserstrahl geschmolzen.
Eine Probe aus gläsernem Füge- und Dichtmaterial für Hochtemperatur-Brennstoffzellen wird mit einem unsichtbaren Laserstrahl geschmolzen.
(Bild: Forschungszentrum Jülich)

Jülich – „Mit sieben Jahren Laufzeit beweisen wir, dass die verwendeten Werkstoffe aller Einzelkomponenten wie Zelle, Dichtungswerkstoffe und metallische Bipolarplatten in dieser Kombination langzeitstabil sind“, sagt Dr. Norbert H. Menzler vom Jülicher Institut für Energie. und Klimaforschung. Mit Blick auf einen stationären Einsatz von SOFC´s (Solid Oxide Fuel Cells) sei dies ein Durchbruch: Für sie gelte mittelfristig eine Laufzeit von 40 000, langfristig von 80 000 Stunden als Zielsetzung.

Der Jülicher Stack aus dem Jahr 2007 wird bei 700 °C mit Wasserstoff als Brenngas betrieben. Die Degradation – gleichzusetzen mit einem Verlust an Stackspannung und damit Leistung – liegt bei unter einem Prozent pro 1000 Stunden Laufzeit. Ein weiterentwickelter Stack aus dem Jahr 2010 hat mittlerweile über 30 000 Betriebsstunden absolviert und altert noch langsamer, seine Degradation liegt bei etwas 0,3 % pro 1000 Stunden.

Das Forschungszentrum Jülich arbeitet seit rund 20 Jahren an der Entwicklung der SOFC. Mittlerweile bündeln dazu fünf Institute ihre Kompetenzen – von der Hochtemperatur-Materialforschung über die elektrochemische Prozesstechnik bis hin zur verfahrenstechnischen Systemverifikation.

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