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Rohstoffpreise August 2013 Weltrohstoffpreise ziehen an – Beginn der Trendwende?

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Wie jeden Monat fasst PROCESS die aktuellen Rohstoffpreise zusammen und veranschaulicht im Artikel sowie in der Bildergalerie mit Texten und Grafiken die Entwicklungen auf dem Rohstoff-Weltmarkt. Die IKB Deutsche Industriebank beobachtet steigende Rohstoffpreise und bewertete die Trends für den kommenden Monat.

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Die Rohstoffpreise im August ziehen wieder an, die IKB erwartet steigende Preise und eine Bodenbildung.
Die Rohstoffpreise im August ziehen wieder an, die IKB erwartet steigende Preise und eine Bodenbildung.
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank )

Düsseldorf – Bei den Weltrohstoffpreisen deutet sich derzeit eine Bodenbildung an. So zogen z.B. die Spotpreise am Eisenerzmarkt im Monatsmittel um rund 10 % an, die Schrottpreise – die üblicherweise im Juli einen Rückgang verbuchen – blieben stabil und die Ölpreise tendierten nach oben. Insgesamt zogen die Weltrohstoffpreise auf Dollarbasis um 4 % an, aufgrund des schwächeren Euros war der Zuwachs in Inlandswährung mit rund 5 % etwas stärker.

Der kräftigere Anstieg der Rohölpreise war jedoch wieder einmal weniger in einer festeren Nachfrage begründet, sondern der sich verstärkenden Instabilität in der Golfregion – Ägypten am Rand, Syrien im Bürgerkrieg, Unruhen in Tunesien etc. – geschuldet. Zwar steigt auch die Nachfrage nach Rohöl im laufenden Jahr um ca. 1 %, um dann 2014 etwas stärker anzuziehen, das derzeitige Angebot kann dies jedoch problemlos befriedigen. Vor allem wird das durch Fracking in den USA erzielte Gasaufkommen, das teilweise als LNG auf den Markt kommen wird, die Angebotssituation weiter entspannen.

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Für 2014 wird erwartet, dass der Produktionszuwachs in Nordamerika rund drei Viertel der höheren Weltnachfrage abdecken kann. Die OPEC hat zuletzt ihre eigene Förderung reduziert. Trotzdem sind keine Versorgungsengpässe zu erkennen, vielmehr gibt es vor allem auch in Saudi-Arabien noch erhebliche freie, schnell mobilisierbare Kapazitäten. Eine weitere Eskalation der Gewalt in der Region dürfte allerdings kurzfristig dann zu um 10 bis 15 US-$/bbl Brent höheren Ölpreisen führen.

Zwar tendiert derzeit der Wechselkurs des US-Dollars zum Euro fester, insgesamt sollte sich jedoch weiter eine Bewegung um die Marke von 1,30 US-$/€ mit einem Band von +/- 4 ct. ergeben. Bis zum Jahresende 2013 sieht die IKB keine gravierende Änderung der Geldpolitik. Im Verlauf des Jahres 2014 dürfte der Euro dagegen aufwerten.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rohstoffpreisen, -Lagerbeständen und der Rohstoffproduktion weltweit können Sie den Grafiken in der Bildergalerie und deren Untertexten entnehmen.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachschauen.

Rückblick:

Rohstoffpreise Juli – Rohstoffpreise bleiben stabil

Rohstoffpreise Juni – Rohstoffnachfrage bleibt eher verhalten

Rohstoffpreise Mai – Konjunktursorgen drücken Rohstoffpreise

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