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Chemieindustrie Weltweite Restrukturierungswelle in der Chemiebranche für 2016 erwartet

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Der weltweiten Chemieindustrie stehen turbulente Zeiten bevor: Eine zu tilgende Verschuldung von 33 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 sowie schrumpfende Margen in Folge der Schiefergasförderung in den USA werden eine Welle von Unternehmensverkäufen nach sich ziehen. Die folgende Neuordnung des Marktes betrifft mindestens 27 Chemieunternehmen mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar.

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A.T. Kearney-Studie: Fällige Verbindlichkeiten von 33 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 lösen Restrukturierungswelle in der weltweiten Chemiebranche aus
A.T. Kearney-Studie: Fällige Verbindlichkeiten von 33 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 lösen Restrukturierungswelle in der weltweiten Chemiebranche aus
(Bild: freshidea/Fotolia.com)

Diese Unternehmen werden in den nächsten fünf Jahren insgesamt rund 110 Milliarden US-Dollar an Verbindlichkeiten zurückzahlen müssen. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, in der die Unternehmensberatung A.T. Kearney die Verschuldungssituation der internationalen Chemieindustrie untersucht hat.

Gegenstand der Studie waren 200 private und börsennotierte Chemieunternehmen weltweit. Zusammen genommen weisen sie Verbindlichkeiten von 380 Milliarden US-Dollar in ihren Bilanzen aus. Vor allem Investment-Grade-Firmen werden bei der bevorstehenden Neuordnung der Branche eine führende Rolle einnehmen.

Zwischen 2006 und 2008 verzeichnete die weltweite Chemieindustrie einen extremen Anstieg der M&A-Aktivitäten. Insgesamt wurden Transaktionen mit einem Gesamtwert von 330 Milliarden US-Dollar durchgeführt. Einen wesentlichen Anteil daran hatten Transaktionen mit einem Volumen von mehr als fünf Milliarden US-Dollar.

Zum Vergleich: Im Jahr 2012 erreichte das weltweite Deal-Volumen nur noch 49 Milliarden US-Dollar. Keine einzige Transaktion überstieg einen Wert von fünf Milliarden US-Dollar, knapp zwei Drittel des Transaktionsvolumens stammten aus kleineren Deals mit einem Transaktionswert von jeweils weniger als einer Milliarde US-Dollar.

Das hohe Transaktionsvolumen der Jahre 2006 bis 2008 zieht nun eine Welle von Kapitalrückzahlungen nach sich, die zwischen 2013 und 2016 fällig werden. Dadurch werden Firmenzusammenschlüsse, Übernahmen und Veräußerungen in allen Teilen der Welt angefacht.

Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney, in der die Verschuldungssituation von 200 Chemiefirmen weltweit untersucht wurde. Ihre gesamten Verbindlichkeiten belaufen sich aktuell auf 380 Milliarden US-Dollar. Die Top-27-Unternehmen mit der höchsten Verschuldung und einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar müssen in den nächsten fünf Jahren 110 Milliarden US-Dollar an Verbindlichkeiten bedienen.

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