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Chemieindustrie

Weltweite Restrukturierungswelle in der Chemiebranche für 2016 erwartet

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Zusätzlichen Rückenwind erhalten die M&A-Aktivitäten durch die Erholung der US-Industrie, denn mit ihr geht ein Finanzierungsbedarf für bis zu zehn neue, großvolumige Cracker- und Derivateanlagen einher.

Die einstigen Kapitalgeber der Branche mussten in der Vergangenheit Abschreibungen in beträchtlicher Höhe für Unternehmen wie LyondellBasel und INEOS vornehmen.

Dr. Tobias Lewe, Partner in der Chemie und Öl Practice von A.T. Kearney, erklärt: „Eine Konsolidierung der Branche ist unausweichlich, denn Investoren und Industrie möchten die Position der Unternehmen vor einer erneuten Finanzierung stärken. Insgesamt schafft diese Entwicklung Chancen für neue Marktteilnehmer sowie Unternehmen aus Asien und dem Nahen Osten, die etablierte westliche Chemiekonzerne übernehmen oder mit diesen fusionieren möchten.“

Zwei Szenarien für die nächsten fünf Jahre in der Chemiebranche

Die A.T. Kearney-Studie entwirft zwei mögliche Szenarien für die künftige Entwicklung der weltweiten Chemiebranche in den kommenden fünf Jahren.

Im ersten Szenario entspricht die Menge der verfügbaren Rohstoffe bereits dem Ausstoß von acht neuen Ethane-Cracker-Großanlagen. Doch die Investitionen könnten noch wesentlich höher sein, wenn Unternehmen neben Ethan auch Flüssiggas (LPG) und Kondensat nutzen würden.

Das zweite Szenario geht davon aus, dass die vorhandenen Liquids-Cracker-Anlagen in den USA auch für die LPG-Produktion genutzt werden und Ethan nur mit neuen Anlagen gewonnen wird. Zusätzlich zur lang erwarteten Verarbeitung von Ethan, die bereits weitgehend erforscht ist, könnten so weitere 15 Millionen Tonnen Rohstoffe pro Jahr genutzt werden.

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