English China

Chemieindustrie

Weltweite Restrukturierungswelle in der Chemiebranche für 2016 erwartet

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Dr. Joachim von Hoyningen-Huene, Principal in der Chemie und Öl Practice von A.T. Kearney, erläutert: „Flexibilität und die Verfügbarkeit von Optionen beim Rohstoffangebot sind wesentliche Bestandteile jeder Investitionsentscheidung. Die US-Industrie hat in dieser Hinsicht besonders günstige Voraussetzungen.“

Investment-Grade-Firmen werden Neuordnung anführen

Laut der Studie stehen alle neuen M&A-Aktivitäten im Zusammenhang mit der Refinanzierung des vorausgegangenen hohen Transaktionsvolumens. Vor allem Investment-Grade-Unternehmen werden eine führende Rolle bei der bevorstehenden Neuordnung übernehmen. Diese Unternehmen weisen Debt-Equity-Ratios von unter 90 Prozent und EBITDA-Margen von mehr als zehn Prozent aus.

Einige Unternehmen wie z. B. INEOS haben einen Teil ihrer Verbindlichkeiten im Jahr 2012 refinanziert. Es wird jedoch erwartet, dass ein großer Teil der Rückzahlungen im Umfang von 22 bis 26 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2015 erfolgen wird. Die Spitze wird 2016 erreicht, wenn Rückzahlungen in Höhe von 33 Milliarden US-Dollar fällig werden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Projektaktivität in den USA bereits stark zugenommen haben, da die Industrie die Erträge aus der Schiefergasgewinnung für die Schaffung umfangreicher neuer Kapazitäten nutzen wird.

Von Hoyningen-Huene abschließend: „Künftig wird ein Überangebot, das durch die Schaffung neuer Kapazitäten entsteht, niedrigere Margen und beträchtliche Herausforderungen für diejenigen Unternehmen zur Folge haben, die ihre Schulden refinanzieren möchten. In der letzten Zeit waren asiatische Käufer an mehr als 40 Prozent aller M&A-Transaktionen in der Chemieindustrie beteiligt. Wir gehen davon aus, dass heute etwa die Hälfte der Chemieunternehmen bereit ist, die nächste Konsolidierungswelle anzuführen.“

(ID:42418241)