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PAT-Applikationen

Wenn aus reinen Prozessdaten Prozessintelligenz wird

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

„PAT ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu Industrie 4.0“, Daniel Huber, ABB.
„PAT ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu Industrie 4.0“, Daniel Huber, ABB. (Bild: Mühlenkamp)

Eines der Schwerpunktthemen der diesjährigen Messe ist Process Analytical Technology (PAT). „Wir sind sehr froh, dass das Thema PAT auf der Messe in den Fokus gerückt wurde“, bestätigt Daniel Huber, Vorsitzender der Geschäftsführung von ABB Automation.

„Der Technologie haftet ja immer noch etwas sehr Theoretisches an, daher ist es die Kunst, diese Technologie so einfach wie möglich zu gestalten, bzw. diese Tools möglichst einfach in die Systeme zu integrieren. Und dies ist uns mit dem ADI-Connect gelungen.“ Mithilfe eines präzisen Prozessanalysators, einem FT-NIR-Online-Reaktionsmonitors von ABB werden über das ADI-Connect (Analyzer Device Integration) multivariate Daten in ein chemometrisches Modell eingespeist und von dort an das übergeordnete Leitsystem geleitet.

Mess-, Regel- und Prozessleittechnik auf der Achema 2015

Vergleich mit einem optimalen Produktionsverlauf ist möglich

Durch die stetig steigende Leistungsfähigkeit von Online-Prozessanalysatoren und die schnellere Datenverarbeitung entstehen in kürzester Zeit riesige Datenmengen, die die komplexen Vorgänge in einem verfahrenstechnischen Prozess beschreiben. Diese Datenmengen enthalten mehrdimensionale Variablen so genannte multivariate Daten, die z.B. in einem chemometrischen Modell eines Prozesses verarbeitet werden. Damit ist etwa ein Vergleich mit einem optimalen Produktionsverlauf möglich. Daraus wird im Prozessleitsystem für das Bedienpersonal eine Darstellung erzeugt, die vorausschauend die Qualität des Produktes wiedergibt.

ABB stellt nun für sein Prozessleitsystem die neue Applikation System 800 xA ADI Connect vor. Basierend auf der international genormten Schnittstelle OPC UA-ADI integriert das ADI-Connect das Prozessleitsystem, das Prozessmodell und den Analysator mit dem Ziel der Prozessoptimierung. Durch das zentrale Management, die Speicherung und der statisch/mathematischen Analyse aktueller, historischer Prozessdaten kann das Bedienpersonal frühzeitig suboptimale Prozessverläufe erkennen und ggf. verhindern. Durch diese nahtlose Integration herstellunabhängiger Analysatoren über eine offene und genormte Schnittstelle verringert sich die Komplexität des PAT-Prozesses für die Bedienmannschaft und senkt den Trainingsaufwand.

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