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Pharma-Führungsqualität Wie Forschungsteams ihre Kreativität wiedererlangen

| Redakteur: Tobias Hüser

Die pharmazeutische Industrie läuft ihrer einstigen Innovationskraft häufig hinterher. Wie kann gute Führung die Kreativität in Forschung und Entwicklung ankurbeln? Diesen Fragen widmet sich der Sozialpsychologe Prof. Rolf van Dick. Der wissenschaftliche Direktor des Center for Leadership and Behavior in Organizations (CLBO) der Goethe-Universität hat sich mit seiner praxisorientierten Erforschung von Führungsprinzipien internationales Ansehen erworben.

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Was müssen Führungskräfte der Pharmaindustrie beachten, wenn sie die Neugier und den Mut ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern wollen?
Was müssen Führungskräfte der Pharmaindustrie beachten, wenn sie die Neugier und den Mut ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern wollen?
(Bild: Takeda )

Frankfurt – In einer Befragung von 23 Forschungsteams eines global agierenden Pharmaunternehmens belegte van Dick, dass der Erfolg eines Teams nicht allein davon abhängt, wieviel Freude jedes einzelne Mitglied an seiner individuellen Aufgabe hat. Vielmehr steigt der kreative Input jedes Mitglieds umso mehr, je stärker es sich mit dem Team identifiziert und dessen Herausforderungen zu seinen eigenen werden lässt.

Diese Identifikation herzustellen, verlangt von den Teamleitern vor allem zwei Fähigkeiten: inspirierend zur Problemlösung zu motivieren und den dafür notwendigen Teamgeist prototypisch vorzuleben. Dabei sollten Führungskräfte aber wissen, dass Teams von der persönlichen Vielfalt ihrer Mitglieder profitieren. Sie dürfen nicht den Fehler machen, diejenigen Teammitglieder zu bevorzugen, deren Persönlichkeitsprofil ihnen ähnlich ist.

Dieser Fehler wird aber, so ergaben van Dicks jüngste Studien, häufig gemacht. Kreative Vorschläge von Mitarbeitern, die eine eher schlechte Beziehung zum Chef haben, gelten nicht als produktiver Beitrag, sondern werden als Träumerei abgetan und mit schlechten Beurteilungen bestraft. „Innovation lohnt sich dann nur für manche Mitarbeiter“, sagt Prof. van Dick. „Das stellt ein Problem für Unternehmen dar: Wollen sie Innovation, müssen alle Mitarbeiter dafür gleich belohnt werden.“

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