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Schadstoffabbau Wie Sonnenlicht Schadstoffe im Wasser zerstört

Redakteur: Tobias Hüser

Fortschritt für die Umwelttechnik: Um langlebige Schadstoffe im Wasser abzubauen, braucht es keine komplexen Filter- oder Laseranlagen. Chemiker der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben hierfür ein neues Verfahren entwickelt, das sogar mit bloßem Sonnenlicht funktioniert. Das Verfahren ist so simpel, dass es selbst unter einfachsten Bedingungen im Freien durchgeführt werden kann.

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Mit dem neuen Verfahren lassen sich Schadstoffe im Wasser sogar durch bloßes Sonnenlicht abbauen.
Mit dem neuen Verfahren lassen sich Schadstoffe im Wasser sogar durch bloßes Sonnenlicht abbauen.
(Bild: Robert Naumann / Uni Halle)

Halle – Damit der Schadstoffabbau im Wasser gelingen kann, benötigen die Chemiker der MLU im Wasser frei bewegliche Elektronen, sogenannte hydratisierte Elektronen. „Diese Elektronen sind extrem reaktionsfreudig und können für ganz verschiedene Reaktionen eingesetzt werden. Sie zersetzen selbst hartnäckigste Schadstoffe", sagt Prof. Martin Goez vom Institut für Chemie der MLU. Damit das funktioniert, müssen die Elektronen jedoch aus den Molekülen gelöst werden, in denen sie normalerweise fest gebunden sind. Dafür waren bisher komplexe und teure Hochleistungslaser nötig.

Die Arbeitsgruppe von Goez arbeitet seit Jahren an Möglichkeiten, diese zu ersetzen. Erst vor wenigen Monaten präsentierte sie einen neuen Ansatz, bei dem als Energiequelle nur noch eine grüne Leuchtdiode nötig war. Zusätzlich zum Einsatz kamen nur noch Vitamin C und Spuren eines Metallkomplexes als Katalysator, der die gewünschte Reaktion herbeiführt. Dafür musste der Katalysator aber in winzige Container, sogenannte Mizellen, gebunden werden. Das verringerte die Effizienz der Reaktion und zudem waren die verwendeten Mizellbildner selbst nur bedingt biologisch abbaubar.