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5. Außenwirtschaftstag Wirtschaft trifft Politik

| Autor / Redakteur: Ilka Ottleben* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Bereits zum fünften Mal fand am 16. September der Außenwirtschaftstag Medizintechnik und Laborausstattung statt, der gemeinsam vom Branchenverband Spectaris und der German Healthcare Export Group (GHE) veranstaltet wurde. Veranstaltungsort und Partner war erneut das Auswärtige Amt Berlin.

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Abb. 1: Rund 170 Teilnehmer trafen sich am 16. September 2014 zum 5. Außenwirtschaftstag im Auswärtigen Amt Berlin.
Abb. 1: Rund 170 Teilnehmer trafen sich am 16. September 2014 zum 5. Außenwirtschaftstag im Auswärtigen Amt Berlin.
(Bild: Spectaris )

Etwa 170 Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren in diesem Jahr der Einladung ins Auswärtige Amt gefolgt, um gemeinsam aktuelle Themen des Außenhandels der Medizintechnik- und Laborausstattungs-Branche zu diskutieren. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema „Exportkompetenz aus Politik und Wirtschaft im Dialog“. „Die Türen der Auslandsvertretungen stehen Ihnen offen – wir verstehen uns als Servicepartner der deutschen Wirtschaft“ betonte Stephan Steinlein, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes indes anlässlich seiner Eröffnungsrede.

Wie genau die Politik Medizintechnik-Unternehmen und Laborausstatter bei der Erschließung von Auslandsmärkten unterstützen kann, sollte eine anschließende Podiumsdiskussion von Vertretern der zuständigen Ministerien zur „Politischen Flankierung wirtschaftlicher Aktivitäten im Ausland“ beleuchten – sie mündete angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage in einer im Plenum aufgeworfenen und recht angeregt geführten Diskussion darüber, ob die aktuellen Wirtschaftssanktionen gegen Russland die deutsche Medizintechnik- und Labor-Branche hemmen.

Auf Wirtschaftspartner im Ausland zugehen

Auch die sich anschließende Podiumsdiskussion von Vertretern der Wirtschaft zur „Internationalisierung von Innovationen“ wurde zum Teil kontrovers geführt, insbesondere auch was interne Rahmenbedingungen und regulatorische Hürden anbelangt. „Wir müssen hier in Deutschland, bei Innovationen einfach schneller werden“, sagte Dr. Thorsten Brandt, Karl Storz Solutions, „ansonsten besteht die Gefahr, dass viele Innovationen „tot verwaltet“ werden“. Auch hinsichtlich schützenswerter Innovationen und Technologien gab es umfassenden Diskussionsbedarf. Oft müssen Unternehmen hier eine Gratwanderung zwischen dem Schutz von Know-how und Technologien und dem Bestreben nach einem Ausbau außenwirtschaftlicher Kontakte absolvieren. Doch „auch wenn es schützenswerte Interessen gibt, ist es dennoch enorm wichtig, weiterhin offen und transparent auf unsere Wirtschaftspartner im Ausland zuzugehen“, konstatierte Michael Pfeiffer vom Arbeitsstab Außenwirtschaftsberatung des Auswärtigen Amtes.

Neben dem angeregten Austausch bot der Außenwirtschaftstag am Nachmittag die Möglichkeit durch verschiedene Länder- und Themenforen auch sehr konkretes Expertenwissen mitzunehmen. So gaben die Länderforen, moderiert durch die Länderexperten des Auswärtigen Amtes sehr praxisnah Impulse für den Ausbau von Exportgeschäften jeweils im Kontext der speziellen Anforderungen und Eigenheiten der Länder am Beispiel von Lateinamerika mit Schwerpunkt Kolumbien, sowie China und der Golfregion.

* Dr. I. Ottleben: Redaktion LABORPRAXIS, E-Mail ilka.ottleben@vogel.de

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