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Forschungsstandort Deutschland Wirtschaft und Politik betonen die Rolle der deutschen Biotechnologie

Redakteur: Alexander Stark

Während der 9. Deutschen Biotechnologietage in Berlin am 18. und 19. April erhielt die Biotechnologiebranche Rückenwind aus Politik und Industrie. Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, bekräftigte in seinem Grußwort die Bedeutung von Biotech und Bioökonomie für die deutsche Wirtschaft und für die Stärkung der Sozialen Marktwirtschaft.

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"Wir müssen es schaffen, die Wirtschaft zu einer nachhaltigen bio- und biologisch basierten Wirtschaft umzubauen", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.
"Wir müssen es schaffen, die Wirtschaft zu einer nachhaltigen bio- und biologisch basierten Wirtschaft umzubauen", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.
(Bild: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)

Berlin — Die Deutschen Biotechnologietage sind das jährlich stattfindende Branchenevent für die Biotechnologie. Im Berlin Congress Center | bcc tagten Vertreterinnen und Vertreter aus Biotechnologie- und Pharma-Unternehmen und aus Wissenschaft, Politik, Administration und Medien. Mehr als 120 Referentinnen und Referenten stellten aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten rund um die Biotechnologie vor. Die zweitägige Veranstaltung zog rund 950 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an und brach damit ihren Rekord. Das hochkarätig besetzte Programm deckte alle wichtigen Forschungs- und Entwicklungsbereiche des Industriesektors ab.

Den Auftakt der Veranstaltung gab der Wirtschaftsminister mit einem Grußwort. Darin ging er auf die Plattform Industrielle Bioökonomie und die steuerliche Forschungsförderung ein, die beide im Koalitionsvertrag verankert seien. "Wir müssen es schaffen, die Wirtschaft zu einer nachhaltigen bio- und biologisch basierten Wirtschaft umzubauen", sagte Altmaier. Hier wolle die Regierung in einen Dialog mit der Wirtschaft und gesellschaftlichen Akteuren eintreten.

Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, sagte auf der Veranstaltung, dass der Bioregio-Wettbewerb in den 1990er Jahren eine Welle an Unternehmensgründungen in der Biotechnologie auslöste. Doch man müsse sich weiter anstrengen. Mit der „Gründungsoffensive Biotechnologie GO-Bio“ sorge das Bundesministerium für Bildung und Forschung dafür, dass der Zustrom an aussichtsreichen Gründungen nicht abreiße.

Im Anschluss an seine Ansprache zeichnete Schütte die diesjährigen Gewinner des Gründerförderprogramms GO-Bio aus. Im Plenum sprach auch Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, und betonte, wie wichtig mehr erfolgreiche Hightech-Gründungen wie die aus der Biotechnologie für Deutschland seien. Außerdem plädierte Kempf für eine neue Gründerzeit und Innovationskultur.

Laut Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender von BIO Deutschland, zeigen die 9. Deutschen Biotechnologietagen erneut, wie innovativ und zukunftsrelevant diese Schlüsseltechnologie für fast alle Lebensbereiche sei. Die vielen Vorträge und Diskussionen machten anschaulich, wie groß das Potenzial dieser Schlüsseltechnologie sei. Er betonte, dass Rahmenbedingungen verändert werden müssten, um dieses Potenzial auch wirklich zu heben. Die Branche bräuchte nun politische Unterstützung in Form einer Agenda, wie im Koalitionsvertrag angekündigt.

Die nächsten Deutschen Biotechnologietage werden am 9. und 10. April 2019 in Zusammenarbeit mit der Bio M, dem Biopark Regensburg, dem bayerischen Cluster Biotechnologie sowie dem IGZ Würzburg im Kongresszentrum von Würzburg stattfinden.

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