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Fehlerhafter Maßstab: 95 Prozent unseres Genoms sind beeinflusst

Molekulare Geschichtsverfälschung?

Fehlerhafter Maßstab: 95 Prozent unseres Genoms sind beeinflusst

Die Untersuchung der Demographie aller menschlichen Populationen aber auch jeder anderen Spezies basiert auf so genannten genetischen Markern. Sind diese „neutral“ also zufällig entstanden, werden sie in der Genetik als zuverlässige „Standards“ eingesetzt, um die Geschichte einer Spezies zu rekonstruieren. Die Aussagekraft und Verlässlichkeit solcher Rekonstruktionen könnte nun fundamental ins Wanken geraten: Denn einer aktuellen Studie von Schweizer Wissenschaftlern zufolge sind 95% unseres Genoms gar nicht neutral sondern beeinflusst. Dies könnte zu verzerrten Einschätzungen führen. lesen

Mausmodell: Erbkrankheit mit CRISPR/Cas9 geheilt

Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie

Mausmodell: Erbkrankheit mit CRISPR/Cas9 geheilt

Im Rahmen des so genannten Neugeborenen-Screenings werden hierzulande alle Neugeborenen u.a. auf die erbliche Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie untersucht. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar und beruht auf einer Mutation im Phenylalanin-Hydroxylase-Gen. Im Mausmodell ist es Forschern der ETH Zürich und des Kinderspitals Zürich nun mithilfe eines erweiterten CRISPR/Cas9-Systems gelungen, solche Gen-Mutationen gezielt zu korrigieren und die an Phenylketonurie erkrankten Mäuse zu heilen. lesen

Wie wirken Zigaretten aufs Erbgut?

Rauchen verändert Genaktivität

Wie wirken Zigaretten aufs Erbgut?

Auf jeder Packung steht es geschrieben: Rauchen kann tödlich sein. Doch erst nach und nach wird klar, was genau der blaue Dunst in unserem Körper bewirkt. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben nun neue molekulare Details über die Folgen des Zigarettenkonsums aufgedeckt. lesen

„Schredder“ mit Spezifität: Dicer-Proteine arbeiten spezifischer als gedacht

Neue Möglichkeiten für das Protein-Engineering?

„Schredder“ mit Spezifität: Dicer-Proteine arbeiten spezifischer als gedacht

Die zelluläre Kommunikation ist insbesondere in Eukaryonten, zu denen auch wir gehören, eine hochkomplexe Angelegenheit. Zahlreiche Botenstoffe sind dabei essenziell. So auch kleine RNA-Moleküle, die von Dicer-Proteinen durch „Schreddern“ größerer Moleküle hergestellt werden. Dieses Zerschneiden doppelsträngiger RNA scheint jedoch weit weniger wahllos zu sein, als bisher angenommen. Diese neue Erkenntnis, die Prof. Dr. Mariusz Nowacki von der Universität Bern im LP-Interview erläutert, könnte neue Möglichkeiten für das Protein-Engineering eröffnen. lesen

Spontane Geburt: In uns entstehen permanent Gene „aus dem Nichts“

Schließt „Undenkbares“ grundlegende Wissenslücke?

Spontane Geburt: In uns entstehen permanent Gene „aus dem Nichts“

Neues entsteht durch die schrittweise Veränderung von Bewährtem: Kleine genetische Veränderungen, Punktmutationen genannt, gelten als ein wesentlicher Treiber der Evolution. So haben es die meisten Menschen in der Schule gelernt. Problem – die Entstehung grundlegend neuer Eigenschaften eines Organismus lässt sich auf diese Weise nicht erklären. Nun haben Forscher festgestellt: Ob im Menschen, in der Maus, in der Ratte oder im Opossum: Vorläufer von Genen entstehen permanent „aus dem Nichts“. Die meisten davon verschwinden wieder – aber nicht alle. lesen

Re-aktivierte Herpesviren: Neue Methode könnte frühzeitig warnen

Herpesviren als potenzielle Krankheitsauslöser

Re-aktivierte Herpesviren: Neue Methode könnte frühzeitig warnen

95 bis 100 Prozent der gesunden Erwachsenen sind mit einer Variante des menschlichen Herpesvirus 6 (HHV-6) infiziert. Normalerweise inaktiv und harmlos können Herpesviren wie HHV-6 viele Jahre unbemerkt in menschlichen Zellen schlummern. Bestimmte Infektionen, ein geschwächtes Immunsystem aber auch verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente können die Viren jedoch wieder re-aktivieren und dann droht - mitunter akute und große - Gefahr. Würzburger Forscher haben nun eine Methode entdeckt, mit der sich die aktiven von inaktiven Herpesviren in einem frühen Stadium unterscheiden lassen. Dies könnte für klinische Interventionen hilfreich sein. lesen

Pionier der Paläogenetik erhält Auszeichnung

Körber-Preis 2018 für Svante Pääbo

Pionier der Paläogenetik erhält Auszeichnung

Wer sich mit der Evolutionsgeschichte des Menschen beschäftigt, kommt kaum an ihm vorbei: Prof. Dr. Svante Pääbo hat Pionierleistungen auf dem Gebiet der Paläogenetik erbracht – und dafür nun den Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2018 erhalten. Wie seine Forschung das Bild des modernen Menschen verändert hat, lesen Sie in diesem Beitrag. lesen

Erste Hürde genommen: Parkinson mit körpereigenem Protein behandeln?

Morbus Parkinson

Erste Hürde genommen: Parkinson mit körpereigenem Protein behandeln?

Weltweit waren im Jahr 2017 nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 4,1 Millionen Menschen von Morbus Parkinson betroffen, allein in Deutschland gibt es rund 280.000 Patienten die Parkinson haben. Das körpereigene Protein Nurr1 galt lange als vielversprechender Ansatzpunkt bei der Parkinson-Therapie. Bislang war es aber aussichtslos, es als Medikament einzusetzen. Nun haben es Forscher so modifiziert, dass es von außen in Zellen eindringen kann. Eine Fehlfunktion des Proteins kann unter anderem eine Ursache der Parkinson-Krankheit sein. lesen

Wer lebt hier? Artenreichtum per DNA-Spuren erfassen

Wie man mit Teichwasser Froscharten identifiziert

Wer lebt hier? Artenreichtum per DNA-Spuren erfassen

Tiere hinterlassen Spuren. Nicht immer sind diese mit dem bloßen Auge zu erkennen. So finden sich beispielsweise in Teichen unweigerlich Ergbut-Spuren der Wasserbewohner, z.B. aus winzigen Hautresten. Diese Hinterlassenschaften haben nun Biologen vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum genutzt, um gleich einen ganzen Schlag von Froscharten mittels DNA-Analyse von Teichwasser zu identifizieren. Diese Methode könnte eine preiswerte Alternative zur klassischen Artenbestimmung sein. lesen

Unsere Muskeln folgen einem 24-Stunden-Rhythmus

Die Uhr in unserem Körper

Unsere Muskeln folgen einem 24-Stunden-Rhythmus

Morgens immer zur gleichen Zeit ohne Wecker aufwachen: Unsere innere Uhr macht es möglich. Doch wo liegt die Steuerzentrale, in unserem Gehirn? Forscher des Helmholtz Zentrums München habe entdeckt, dass auch Muskeln einer inneren Uhr folgen. So wird beispielsweise vor dem Aufwachen mehr Fett in den Muskeln gespeichert, um sie auf den Tag vorzubereiten. lesen

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