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Labfolder-Mendeley-Kooperation

Wissenschaftliche Literatur und Forschungsdaten direkt verknüpfen

| Redakteur: Marc Platthaus

Die drei Labofolder-Gründer: Dr. Simon Bungers, Mathias Schäffner und Dr. Florian Hauer (v.l.).
Die drei Labofolder-Gründer: Dr. Simon Bungers, Mathias Schäffner und Dr. Florian Hauer (v.l.). (Bild: Profund)

Mendeley, das frei erhältliche Literaturmanagement-Tool und Labfolder, das freie digitale Labornotizbuch verknüpfen ab sofort ihre Dienste. Damit können Forscher wissenschaftliche Publikationen direkt in den experimentellen Planungsprozess einbetten und ihre Daten in das Netzwerk von Mendeley exportieren, um sie dort zu teilen oder zu veröffentlichen.

Berlin, London/Großbritannien – Medienbrüche in der wissenschaftlichen Kommunikation stellen ein großes Problem dar, das auch ausserhalb der Forschergemeinde diskutiert wird. Da technische Details in wissenschaftlichen Publikationen oft stark komprimiert sind, kann die Nachvollziehbarkeit von Forschungs zu einer Herausforderung werden. Das hat nicht nur negative Auswirkungen auf den Forschungstransfer, sondern schadet auch der Glaubwürdigkeit der Wissenschaften. „Nachvollziehbare Verbindungen zwischen Forschungsdaten und Publikationen sind ein wichtiger Schritt, um Forschung reproduzierbarer zu machen“, so Victor Henning, CEO und Mitgründer von Mendeley. „Die Integration von Mendeley in Labfolder gibt Laborforschern genau dort Zugriff auf publizierte Informationen, wo sie benötigt werden“, fügt Simon Bungers, CEO und Mitgründer von Labfolder, hinzu. „Die Möglichkeiten, experimentelle Details auf Mendeley hochzuladen – ob in geschlossenen Gruppen oder öffentlich – hilft Wissenschaftlern, technisches Wissen auszutauschen und zusätzliche Reputation zu erlangen.“

Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen

Verbundforschung ist auf dem Vormarsch, und viele neue Tools und Plattformen unterstützt Wissenschaftler beim effektiven Austausch von Daten und Fachwissen. Mit der ständig wachsenden Datenmenge wächst allerdings auch die Herausforderung, für die eigene Forschung relevante Daten herauszufiltern. „Mendeley bietet einen Empfehlungsmechanismus basierend auf Überschneidungen in der Literatursammlung verschiedener Teilnehmer“, erläutert Florian Hauer, COO und Mitgründer von Labfolder. „Durch diese Möglichkeit, zusammenhängende Themenfelder zu identifizieren, kann Mendeley den Zugang zu relevanten experimentellen Beschreibungen zu schaffen, den Labfolder-Nutzer auf Mendeley geteilt haben. Umgekehrt finden geteilte Inhalte so schneller die richtige Leserschaft“.

Forschungsdaten zu teilen wird zunehmen attraktiver: Die National Science Foundation, das US-amerikanische Pendant zur Deutschen Forschergemeinschaft, wertet bei der Beurteilung von Förderfähigkeit die zitierte Verwendung von geteilten Rohdaten gleichwertig zu Publikationen – andere internationale Förderwerkzeuge werden vermutlich diesem Beispiel folgen. Dabei haben Wissenschaftler selbst bereits Interesse darin, ihre Forschung einem breiteren Publikum zugänglich zu machen: Studien zeigen, dass die meisten Forscher das Teilen von Daten befürworten – und dass ihre eigene Arbeit mehr Wirkung und Anerkennung erhält, wenn sie ihre Daten teilen.

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