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Fachkräftemangel Wo tobt der Kampf um Fachkräfte am heftigsten?

| Redakteur: Jörg Kempf

Fachkräftemangel und kein Ende in Sicht: Wieder einmal mahnen Marktforscher, diesmal von Oxford Economics, dass das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften in vielen Bereichen mit der steigenden Nachfrage nicht mehr Schritt halte. Dadurch intensiviere sich der Kampf um Fachkräfte.Wo wird der Fachkräftemangel besonders deutlich?

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Der deutsche Markt bleibt weiterhin angespannt, während sich das BIP-Wachstum der Trendrate nähert und die Arbeitslosenzahl sinkt. Der Lohndruck in Deutschland trägt wesentlich zu dem Gesamtwert von 6,4 bei und ist ein Indikator für den großen Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften. Der steigende Anteil der unbesetzten Stellen lässt darauf schließen, dass die Unternehmen weiterhin Fachkräfte suchen. Infolge dieses nachfragebedingten Drucks hat sich der Gesamtwert auf 6,4 erhöht.
Der deutsche Markt bleibt weiterhin angespannt, während sich das BIP-Wachstum der Trendrate nähert und die Arbeitslosenzahl sinkt. Der Lohndruck in Deutschland trägt wesentlich zu dem Gesamtwert von 6,4 bei und ist ein Indikator für den großen Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften. Der steigende Anteil der unbesetzten Stellen lässt darauf schließen, dass die Unternehmen weiterhin Fachkräfte suchen. Infolge dieses nachfragebedingten Drucks hat sich der Gesamtwert auf 6,4 erhöht.
(Bild: Hays)

Mannheim – Wie die Marktforscher weiter prognostizieren, steige zudem der Druck auf Unternehmen, die Gehälter für qualifizierte Mitarbeiter zu erhöhen. Dies geht aus dem neuen Hays Global Skills Index 2015 hervor, für den Oxford Economics im Auftrag des Personaldienstleisters Hays die Arbeitsmärkte in 31 Ländern analysiert hat.

Besonders deutlich wird der Arbeitskräftemangel auf Märkten, die im letzten Jahr stark gewachsen sind, etwa in den USA und Großbritannien. In Deutschland ist vor allem der Lohndruck in den hoch qualifizierten Bereichen wie IT, Engineering und Finanzwesen ein zentrales Thema. Dies trug wesentlich zu dem kritischen Indexwert von 6,4 bei. Die steigende Zahl der offenen Stellen zeigt, dass der Bedarf an Fachkräften hoch bleibt.

„In Deutschland haben vor allem die mit der digitalen Transformation verbundenen Entwicklungen wie Industrie 4.0, Big Data und Data Security einen hohen Bedarf an Fachkräften, der nicht gedeckt werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass der stark regulierte Arbeitsmarkt die Flexibilität von Unternehmen spürbar einschränkt“, führt Klaus Breitschopf, CEO von Hays, aus.

Insgesamt verweisen die dem Report zugrunde liegenden länderübergreifenden Daten auf eine weiterhin große Beschäftigungslücke zwischen der Anzahl der derzeit beschäftigten Arbeitskräfte und der hypothetischen Anzahl an Mitarbeitern, die heute unter den vor der Finanzkrise herrschenden Bedingungen beschäftigt wären. Der negative Saldo beträgt immer noch über elf Millionen Arbeitnehmer.

Gerade in hoch spezialisierten Branchen mit enormem Bedarf an qualifizierten Spezialisten wirkt sich der Mangel an Fachkräften negativ auf die Produktivität aus, so der Hays Global Skills Index. Viele Arbeitnehmer sind für ihre derzeitigen Stellen oft über- oder unterqualifiziert.

Der Hays Global Skills Index vergibt jährlich für jedes Land Noten von 0 bis 10, um den jeweiligen Arbeitsmarkt zu bewerten. Die Note berechnet sich auf der Grundlage einer Analyse von sieben gleich gewichteten Indikatoren, z.B. Bildungsniveau, Flexibilität des Arbeitsmarktes und Lohndruck. Der Index ist online verfügbar.

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