Äquilibration – So viel wie nötig, so wenig wie möglich

09.05.2019

Beim Äquilibrieren und Spülen einer Säule kommt häufig folgende Frage auf: Wie lange muss die Säule gespült werden?

Ist die Äquilibrationsdauer zu kurz, riskiert man nicht reproduzierbare Ergebnisse z. B. durch Retentionszeitverschiebung. Im Zweifel gilt es, besser längere Spülzeiten anzuwenden. Spült man jedoch länger als nötig, werden Zeit und vor allem bei präparativen Ansätzen auch Lösemittel verschwendet.
 
Ein Praxisbeispiel
Eine YMC-Triart C8-Säule (TO12S03-1546WT, Säulenvolumen 2,5 mL) wurde vor jedem Testzyklus mit 50 mL Acetonitril gespült. Ein Pflanzenextrakt wurde unter vier Bedingungen injiziert:

  • ohne Äquilibration
  • Äquilibration mit einfachem Säulenvolumen
  • Äquilibration mit 5 Säulenvolumina
  • Äquilibration mit 10 Säulenvolumina

Ergebnis
Es ist deutlich zu erkennen, dass ohne ausreichende Äquilibration die Retention deutlich zu kürzeren Zeiten verschoben ist. Äquilibriert man mit 5 oder 10 Säulenvolumina, sind die Ergebnisse dieser Applikation reproduzierbar. Eine Äquilibration mit 5 Säulenvolumina ist am effektivsten.

Für ausführliche und weitere Informationen, z. B. zur Berechnung des Säulenvolumens, laden Sie sich hier das technische Dokument herunter.