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Forschen in Deutschland Zehn Empfehlungen für die Wissenschaftspolitik

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Mehr als 22000 Mitarbeiter forschen derzeit in den verschiedenen Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft. Sie tragen dazu bei, die Zukunft durch Innovationen zu sichern. Um die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung zu verbessern, haben Fraunhofer-Strategen zehn Empfehlungen für die Wissenschaftspolitik erarbeitet.

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Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt in Deutschland derzeit 66 Institute und selbstständige Forschungseinrichtungen mit rund 22.000 Mitarbeitern. Im Jahr 2012 hatte die Gesellschaft ein Forschungsvolumen von rund 1,92 Mrd. Euro.
Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt in Deutschland derzeit 66 Institute und selbstständige Forschungseinrichtungen mit rund 22.000 Mitarbeitern. Im Jahr 2012 hatte die Gesellschaft ein Forschungsvolumen von rund 1,92 Mrd. Euro.
(Logo: Fraunhofer Gesellschaft)

München – Forschung und Entwicklung sind ein wichtiges Fundament für Deutschlands wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, für Wohlstand und Lebensqualität. „Nur durch Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau und durch effizienten Transfer in konkrete Produkte und Dienstleistungen können wir Lösungen für die großen Herausforderungen der Zukunft entwickeln“, sagt Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. „Wir müssen uns für viele Aufgaben wappnen: Uns im zunehmenden internationalen Wettbewerb behaupten, die Folgen des demographischen Wandels sowie der Finanz- und Wirtschaftskrise meistern und vieles mehr. Unser Ziel ist es, die Innovationskraft in Deutschland zu steigern. So können wir den Wohlstand in Deutschland sichern. Anlässlich der aktuellen Debatte um die Rahmenbedingungen für die deutsche und europäische Forschungslandschaft haben wir zehn Empfehlungen für die Wissenschaftspolitik erarbeitet.“

Die Zukunft der wirtschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands steht vor großen Herausforderungen. Zunehmender internationaler Wettbewerb, demographischer Wandel und Belastungen der öffentlichen Haushalte durch die Finanz- und Wirtschaftskrise dürfen nicht zu Einbußen bei Deutschlands wissenschaftlicher Exzellenz, Forschungskompetenz, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit führen.

Mit den folgenden zehn Punkten macht die Fraunhofer-Gesellschaft auf die zentralen wissenschaftspolitischen Herausforderungen für Deutschland aufmerksam und stellt ihre daraus resultierenden Empfehlungen vor:

3,5 Prozent des BIP in Forschung und Entwicklung (FuE) investieren

Das deutsche Wissenschaftssystem ist im internationalen Vergleich weltweit in der Spitzengruppe, was sich auch positiv auf die Wirtschaftsleistung, Exporte und Patentanmeldungen auswirkt. Dies ist insbesondere auf die kontinuierliche und parteiübergreifende Priorisierung von Forschung und Innovation zurückzuführen, die seit über zehn Jahren verfolgt wird. Um international führend zu bleiben, müssen neue Maßstäbe gesetzt werden. Nachdem das Lissabon-Ziel mit einem Forschungsanteil von 2,9 Prozent des BIP inzwischen in Deutschland fast erreicht wurde, ist deshalb ein ambitioniertes Ziel von 3,5 Prozent bis zum Jahr 2020 erforderlich, um Deutschlands Attraktivität als Wissenschaftsstandort und erfolgreiches Innovationsland zu sichern.

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