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ERC Starting Grant Zwei Heidelberger Forscher erhalten ERC Starting Grant

Redakteur: Doris Neukirchen

Zwei Forscher der Universität Heidelberg haben sich erfolgreich um eine fünfjährige Förderung des Europäischen Forschungsrates (ERC) beworben. Der Chemiker Prof. Dr. Oliver Trapp und die Physikerin Prof. Dr. Stephanie Hansmann-Menzemer erhalten einen ERC Starting Grant.

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Prof. Dr. Oliver Trapp von der Universität Heidelberg erhält einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrat.
Prof. Dr. Oliver Trapp von der Universität Heidelberg erhält einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrat.
( Bild: Uni Heidelberg )

Heidleberg – Damit stehen Prof. Trapp rund 1,45 Millionen Euro für seine Forschungen auf dem Gebiet der chemischen Katalyse zur Verfügung. Mit rund 1,052 Millionen Euro unterstützt der ERC die Arbeiten von Prof. Hansmann-Menzemer in der Teilchenphysik.

Methoden zum effizienten Screening von Katalysatoren

In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt sich Prof. Trapp mit der Entwicklung innovativer Methoden zum effizienten Screening von Katalysatoren und der mechanistischen Aufklärung auf molekularer Ebene. Dafür hat er ein neues Verfahren realisiert, das die traditionelle chemische Analyse mit moderner Informationstechnologie verbindet. Die so genannte Multiplexing-Gaschromatographie ist dabei über die Katalyseforschung hinaus auch für die Analytik komplexer Stoffgemische von besonderer Bedeutung. Im Mittelpunkt seiner aktuellen Arbeiten zum Thema „Self-Amplifying Stereodynamic Catalysts in Enantioselective Catalysis AMPCAT“, die jetzt aus Mitteln des ERC Starting Grant gefördert werden, stehen das Design und die Untersuchung neuartiger dynamisch schaltbarer Katalysatoren, die sich gezielt an die gewünschten Zielmoleküle anpassen und dabei deren Bildung mit hoher Selektivität katalysieren.

Forschungsarbeiten am Teilchenbeschleuniger des CERN

Prof. Dr. Stephanie Hansmann-Menzemer ist an den Forschungsarbeiten des Large Hadron Colliders (LHC) in Genf beteiligt. Am Teilchenbeschleuniger des Europäischen Forschungszentrums CERN ist sie in das Experiment LHCb eingebunden; damit wollen die Wissenschaftler herausfinden, warum das Universum hauptsächlich aus Materie und nicht aus Antimaterie besteht. Sie führen dazu Präzisionsmessungen an beauty-Hadronen durch. Dabei handelt es sich um Teilchen, die das zweitschwerste Quark, das so genannte beauty-Quark, enthalten. Die Forschungsarbeiten „Measurement of CP violation in the Bs system at LHCb“ von Prof. Hansmann-Menzemer werden jetzt aus Mitteln des ERC Starting Grant gefördert. Dabei geht es insbesondere um die Messung von Asymmetrien, die in der Umwandlung von Bs-Teilchen in ihre Antiteilchen entstehen. Der Nachweis dieser Asymmetrie wäre der erste Hinweis auf theoretisch vorhergesagte, aber bisher noch nicht experimentell nachgewiesene neue Teilchen am LHC.

Mit den ERC Starting Grants erhalten junge talentierte Forscher die Möglichkeit, sich als innovative eigenständige Wissenschaftler zu profilieren. Ziel ist es, eine Struktur für den Übergang zu einem herausragenden unabhängigen Forschungsteam aufzubauen. Kriterien für die Vergabe der Förderung sind die wissenschaftliche Exzellenz der Nachwuchsforscher und das innovative Potenzial ihrer Forschungsideen.

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