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ERC Consolidator Grant Zwei Millionen Euro Förderung für die Synthetische Biologie an der TU Darmstadt

| Redakteur: Doris Popp

Der Europäische Forschungsrat zeichnet Heinz Koeppl, Professor am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, mit einem „ERC Consolidator Grant“ aus und fördert ihn über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt zwei Millionen Euro.

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Prof. Dr. Heinz Koeppl erhält einen „ERC Consolidator Grant“
Prof. Dr. Heinz Koeppl erhält einen „ERC Consolidator Grant“
(Bild: Sandra Junker)

Darmstadt – Der prestigeträchtige „ERC Consolidator Grant“ für Professor Heinz Koeppl ist verknüpft mit dem Forschungsprojekt „CONSYN – Contextualizing biomolecular circuits models for synthetic biology“. Ziel ist es, den Entwurfsprozess von synthetischen genetischen Schaltkreisen durch Modellbildung verlässlicher und effizienter zu machen.

Die Synthetische Biologie beschäftigt sich mit der Integration von neuer molekularer Funktionalität in biologischen Zellen. Beispielsweise kann ein genetischer Logikschaltkreis integriert werden, der auf Basis mehrerer intrazellulärer Marker „entscheiden“ kann, ob sich eine Zelle zu einer Krebszelle entwickelt oder nicht. Selbst in einfachen Modellorganismen wie E. coli ist die Integration solcher Schaltkreise experimentell eine große Herausforderung. Das Schaltkreisverhalten innerhalb der Zelle lässt sich schwer voraussagen, weil intrazelluläre Bedingungen das Verhalten stark beeinflussen. Diese Kontextabhängigkeit soll in „CONSYN“ in Computermodellen abgebildet werden. Die Modellbildung greift dafür auf Methoden der stochastischen Analyse, der statistischen Physik und des maschinellen Lernens zurück.

Diese kontextualisierten Modelle bilden in „CONSYN“ dann den Startpunkt für eine Computer-basierte Schaltkreissynthese, wie sie in der Mikroelektronik schon lange etabliert ist. Verschiedene Schaltkreisvarianten können am Computer verglichen und optimiert werden, bevor die experimentelle Umsetzung in einer Zelle gestartet wird. Das Forschungsprojekt liefert einen weiteren Beitrag zur Schwerpunktbildung „Synthetische Biologie“ an der TU Darmstadt, die mit den beiden Loewe- Initiativen „CompuGene“ und „iNAPO“ aktuell vorangetrieben wird. Die Professur „Bioinspirierte Kommunikationssysteme“ ist eine einzigartige Brückenprofessur zwischen dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik und dem Fachbereich Biologie und wurde 2013 ins Leben gerufen.

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