Worldwide China

Workshop: Kontinuierliche Produktion

Zwischen Evolution und Revolution in der Pharmaindustrie

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Etablierte Plattformlösungen

Wo findet man nun Beispiele für eine Revolution? Dr. Roland Kratzer, Bayer Technology Services, nannte Beispiele wie „Mobidik“- oder das F3-Projekt, in denen schon ein Schritt in die richtige Richtung gegangen wurde. Dazu gehört auch die Bayer Technology Services Tochter Ehrfeld Mikroreaktionstechnik, dank der neue Produktionsprozesse erst möglich werden.

Seine Abteilung ging der Frage nach, wie viel sich eigentlich optimieren lässt, wenn man das Verfahrenskonzept wechselt. Entscheidender Punkt ist die Ausbeute, so Kratzer: „Der Umstieg lohnt sich insbesondere dann, wenn man die Ausbeute erhöhen kann.“

Außerdem haben sich in der Industrie inzwischen schnell verfügbare Plattformlösungen in kleinen Pilotanlagen durchgesetzt, und dies gilt längst nicht nur im Mikroreaktionsbereich. Gerade in der Entwicklungsphase eines Medikamentes sieht Kratzer die Attraktivität solcher Lösungen:

„Hier geht es darum, schnell und flexibel Kilogramm-Mengen produzieren zu können.“

Interessant waren die publizierten Erfahrungen aus einem Round-Table-Gespräch mit führenden Pharmaunternehmen, bei dem 17 Case Studies miteinander verglichen wurden.

„Alle Unternehmen, die ihre Prozesse auf eine kontinuierliche Produktion umgestellt hatten, hatten einen hohen Chemiebezug und haben ihre Prozesse im Sinne einer Prozessintensivierung umgestellt“, so Kratzer.

Seine Empfehlung lautet daher: „Es ist nicht immer eine vollständige kontinuierliche Lösung nötig, sondern häufig kommt man mit Hybridanwendungen schon ein ganzes Stück weiter.“

Das schafft Sicherheit und auch Vertrauen in den Prozess, wobei es auch immer auf die Art des Prozesses ankommt. So wird eine Granulierung immer einfacher zu beherrschen sein als eine Nitrierung.

Auch bei Bioprozessen wird der Umstieg tendenziell aufwändiger, weil diese oft nicht so gut verstanden werden. Daraus kann sich aber auch ein Differenzierungspotenzial für Firmen ergeben.

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