Worldwide China

Workshop: Kontinuierliche Produktion

Zwischen Evolution und Revolution in der Pharmaindustrie

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Apparatebauer preschen vor

Die Apparatebauer haben sich bereits auf die neue Zeit eingestellt, wie Michael Van den Bossche, GEA, anhand der Consigma-Plattform (Continous solid dosage manufacturing) darstellte.

Die Anfänge begannen 2004 mit einer Anfrage seitens zweier großer internationaler Pharmakonzerne, die eine Tablettenproduktion kontinuierlich betreiben wollten. Seit diesem Zeitpunkt kamen nicht nur weitere ähnliche Anfragen, sondern auch das Produktangebot wurde kontinuierlich weiter entwickelt.

Aus seiner Erfahrung macht die Automation nur einen kleinen Anteil bei einer Batchanlage aus, vielmehr zählt die Konstruktion und der Wert eines Kilogramms Edelstahl. Bei kontinuierlichen Anlagen ist die Automatisierung wesentlich. Van den Bossche zeigte anhand einer Nassgranulierung, wie dies in der Praxis aussieht.

Derzeit benötigt eine typische Batch-Tablettenproduktion mehrere Tage bis zum fertigen Produkt (z.B. Filmtabletten). Damalige Zielvorgaben seitens der Anwender waren eine bessere Qualitätskontrolle (CQA) während der gesamten Laufzeit durch Prozessintensivierung. Das Ergebnis ist eine sehr kurze Aufenthaltszeit. Mit dem kontinuierlichen Konzept ist bereits 15 Minuten nach Produktaufgabe das Granulat fertig, inklusive Zufügung von Magnesiumstearat. Bis zur fertigen Tablette werden jetzt nur noch 20 Minuten benötigt.

Mittlerweile hat das Unternehmen sehr viel Erfahrung (etwa 40 Anlagen) auf dem Gebiet kontinuierlicher Anlagentechnik gesammelt. Dabei werden immer wieder die eigenen Anlagen optimiert. Einige Ergebnisse lassen durchaus aufhorchen.

„Neben einer besseren und konstanteren Qualität der Tabletten stellen wir fest, dass die Anlage erheblich kleiner ausfallen als bisher, da die Zwischenpuffer entfallen. Bei einem europäischen Hersteller lag der Verbrauch an Reinraumluft und Energie deswegen nur bei einem Fünftel“, so Van den Bossche.

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