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Lebensmittelchemie Lebensmittelchemiker diskutieren über Sicherheit von Lebensmitteln

Redakteur: Olaf Spörkel

Am 2. und 3. April finden sich die Regionalverbände Nord, Nord-Ost und Süd-Ost der Lebensmittelchemischen Gesellschaft am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu ihrer gemeinsamen Arbeitstagung 2009 in Berlin-Marienfelde zusammen.

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Berlin – Die Diskussion über die Sicherheit von Lebensmitteln nimmt einen breiten Raum bei der „Gemeinsamen Arbeitstagung 2009“ ein. Stichworte sind Dioxine in Futtermitteln, Zusatzstoffe, Selen, perfluorierte Tenside oder Phthalate.

In Futtermittel können Dioxine und dioxinähnliche Verbindungen über verschmutzte Luft, über kontaminierte Böden oder durch unsachgemäße Verarbeitung gelangen. So können auch tierische Lebensmittel mit Dioxinen belastet sein, wie das im Dezember 2008 bei Schweinefleisch aus Irland der Fall war. Auf der Berliner Tagung wird das Risikomanagement im Falle von dioxinbelasteten Futtermitteln ein wichtiger Punkt sein.

Für Lebensmittelzusatzstoffe, Enzyme und Aromen gilt ein neues EG-Recht. Im November 2008 hat der Europäische Rat das Legislativpaket sowie ein einheitliches Zulassungsverfahren für diese drei Stoffkategorien erlassen, das Food Improvement Agents Package (FIAP). Wie die neuen Regelungen mit neuen wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen in Einklang gebracht wurden, wird auf der Tagung vorgestellt.

Perfluorierte Tenside

Perfluorierte Tenside werden u.a. zur Verarbeitung von Bedarfsgegenständen, für die Herstellung von Fluorpolymeren, bei der Papierveredlung, in Feuerlösch- und Reinigungsmitteln benötigt. Sie sind sehr stabil und können analytisch gut nachgewiesen werden. Gerade Fische aus abwasserbelasteten Binnengewässern wiesen hohe Konzentrationen auf. Hier gilt es, die Risikobewertung zu einem Abschluss zu bringen.

Phthalate

Ein weiteres Reizwort für Verbraucherschützer heißt Phthalate. Diese Weichmacher für Kunststoffe und Hilfsstoffe für viele andere Anwendungen gerieten immer wieder in die Schlagzeilen, sei es, weil sie in zu hohen Konzentrationen über Beißringe von Babys aufgenommen wurden oder weil sie auch als Trägersubstanzen für Duftstoffe in Kosmetika Verwendung fanden. In den Produkten wurden sie wegen ihrer Gesundheitsgefährdung verboten, aber in PVC-Produkten von Bodenbelägen bis zu Schuhsohlen werden sie weiterhin eingesetzt. Auf der Berliner Tagung wird eine neue Analysenmethode vorgestellt, mit der die Belastung von Hausstaub mit Phthalaten ermittelt werden kann.

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