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Katalysator Neuer Katalysator für die Fischer-Tropsch-Synthese

Redakteur: Olaf Spörkel

Forscher der BASF haben einen neuen Katalysator entwickelt, der im Rahmen der Fischer-Tropsch-Synthese für den Produktionsverbund des Unternehmens die gezielte Herstellung von Olefinen ermöglichen soll.

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Ludwigshafen – Vor dem Hintergrund der hohen Preise für Naphtha (Rohbenzin) als Einsatzstoff von Steamcrackern erfahren alternative Verfahren zur Rohstoffversorgung derzeit in der chemischen Industrie eine neue Bewertung. Experten aus der BASF-Katalyseforschung haben für die Fischer-Tropsch-Synthese zur großtechnischen Umwandlung von Synthesegas (Kohlenmonoxid und Wasserstoff) in Kohlenwasserstoffe nun einen neuen Katalysator entwickelt, der die gezielte Herstellung von Olefinen für den Produktionsverbund des Unternehmens ermöglicht.

„Der Einsatz von Synthesegas soll uns in Zukunft die Möglichkeit eröffnen, unsere Rohstoff-Basis zu verbreitern“, betont Dr. Andreas Kreimeyer, Mitglied des Vorstands der BASF und Sprecher der Forschung. „Denn Synthesegas lässt sich sowohl aus den fossilen Rohstoffen Öl, Gas und Kohle gewinnen als auch aus nachwachsenden Rohstoffen.“ Aufgrund der Flexibilität, die sie einerseits bei den Rohstoffen ermöglicht, andererseits auch bei den synthetisierten Produkten bietet, kann die Weiterentwicklung der Fischer-Tropsch-Synthese laut Unternehmen eine Alternative zur Cracker-Technologie werden.

„Die Entwicklung des neuen heterogenen Katalysators ist soweit fortgeschritten, dass wir nun damit beginnen können, das Verfahren dafür maßzuschneidern“, erklärt Professor Dr. Rainer Diercks, Leiter des Kompetenzzentrums Forschung und Technologie Chemikalien der BASF und Sprecher des Wachstumsclusters Rohstoffwandel. Mithilfe der Miniplant-Technologie soll geklärt werden, wie die optimalen Reaktionsbedingungen aussehen und wie sich der Katalysator unter Produktionsbedingungen verhält. Kern der bisherigen Entwicklungsarbeiten war die signifikante Erhöhung der Selektivität für die Produktion von Olefinen mit zwei bis vier Kohlenstoffatomen.

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