DNA-Reparatur Reparaturvorgänge bei DNA-Schäden beobachtet
GSI-Wissenschaftler haben die Reparaturvorgänge bei DNA-Schäden direkt beobachtet, nachdem menschliche Zellen mit Ionen bestrahlt wurden.
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Darmstadt – Speziell durch Ionenstrahlen hervorgerufene DNA-Schäden ermöglichen neue grundlegende Erkenntnisse über Reparaturmechanismen der menschlichen Zelle. Das Verständnis der Abläufe hilft Wissenschaftlern z.B., die Entstehung von Krebs besser nachzuvollziehen und künftige Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Die GSI-Wissenschaftler benutzen für ihre Beobachtungen einen neu entwickelten Messplatz am Beschleuniger des GSI. Dort können sie kultivierte lebende menschliche Zellen mit Ionen bestrahlen. Mit Mikroskopen beobachten sie die Reparaturvorgänge in den geschädigten Zellen unmittelbar nach der Bestrahlung mehrere Stunden lang. Dazu werden die Proteine, die für die Reparatur verantwortlich sind, mit fluoreszierenden Farbstoffen markiert.
DNA-Schäden durch Ionenstrahlen
Ionenstrahlen, die DNA-Schäden verursachen, schädigen diese in einem räumlich begrenzten Bereich. Andere Strahlungsarten, wie Röntgenstrahlung, erzeugen Schäden, die über die gesamte Zelle verteilt sind. Dadurch wird es für die Wissenschaftler schwieriger nachzuvollziehen, wie der Reparaturvorgang an einem Schadenspunkt vor sich geht.
Originalveröffentlichung: Jakob, B. et al.: Live cell microscopy analysis of radiation-induced DNA double-strand break motion. Proc. Natl. Acad. Sci. USA, in press (2009)
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