3D-Aufnahmen des Innenohrs (Wissenschaftsbild des Tages)
Zellteilung ist ein grundlegender Prozess allen Lebens auf der Erde, doch die genauen Mechanismen während der frühen embryonalen Entwicklung waren bislang ungeklärt – insbesondere bei eierlegenden Arten. Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden haben nun einen Mechanismus entdeckt, der erklärt, wie frühe embryonale Zellen sich auch ohne einen vollständig geschlossenen kontraktilen Ring teilen können. Bislang galt dieser Ring als essenziell für diesen Prozess.
Die neuen Forschungsergebnisse stellen die langjährige Lehrbuchvorstellung der Zellteilung infrage und zeigen, wie Komponenten des Zytoskeletts sowie die Materialeigenschaften des Zellinneren (des Zytoplasmas) zusammenwirken, um die Teilung über einen „Ratschen“-Mechanismus voranzutreiben.
Im Bild dargestellt ist ein Embryo des Zebrabärblings während des ersten Zellteilungszyklus. Das Strukturprotein Aktin ist markiert und visualisiert den Zellrand sowie die Teilungsfurche. Das Bild stellt eine Zeitreihe dar, die mit dunklem Orange (vor der Teilung) beginnt und mit fortschreitender Teilung über helleres Orange bis zu Weiß übergeht.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 27.1.2026 (Bild: Alison Kickuth, Brugués Lab)

