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Labor-Kühlwasser

Algenfreies Labor-Kühlwasser durch UV- und Ozonbehandlung

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Pairox plus Wasserstoffperoxid löst das Algen-Problem

Die im Laborgebäude Chemie realisierte Kühlwasserversorgung mit integrierter Kühlwasseraufbereitung sieht nunmehr so aus: Das Kühlwasser wird in einem 1000-l-Vorlagebehälter aus Polyethylen im Technikkeller gespeichert und über eine drehzahlgeregelte Druckerhöhungsanlage (26 m³/h, 6 bar) einem Plattenwärmetauscher zum Abkühlen auf 16 °C sowie anschließend dem Loop zugeführt. Das aufzubereitende Kühlwasser wird dem Vorlagebehälter am Entleerungsstutzen entnommen, der Pairox-Anlage zugeführt und anschließend über einen zusätzlich angebrachten Stutzen im Bereich der Ansaugung der Druckerhöhungsanlage zurückgeführt. Dies gewährleistet, dass das aufbereitete Kühlwasser dem nachgeschalteten Netz unverzüglich zur Verfügung steht. Neben der UVC-Bestrahlung und Ozon-Behandlung wird dem Kühlwasser diskontinuierlich eine geringe Menge Wasserstoffperoxid zugesetzt: Es sichert im Kühlwasser-Loop eine gewisse Depotwirkung und entfernt den Biofilm an den Endpunkten der Installation.

Das Systemvolumen beträgt inklusive Behälter ca. 3 m³. Da es sich um ein Ringleitungssystem handelt, geht nur wenig Wasser verloren (von 2009 bis 2010 wurden lediglich 17 m³ Wasser nachgespeist). Die gewählte Systemlösung weist im vorliegenden Einsatzfall entscheidende Vorteile auf:

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  • Der gesamte Kühlwasserkreislauf wird beaufschlagt.
  • Die Kombination aus UVC-Bestrahlung, Ozon und Wasserstoffperoxid gewährleistet eine sehr gute Reinigung.
  • Es sind im vorliegenden Rohrleitungsnetz aus Edelstahl keine Korrosionsprobleme zu befürchten.
  • Es gibt keine Auflagen bezüglich Lagerung/Handling.
  • In der Anlage ist optional eine Leitfähigkeitsüberwachung verfügbar (um eine Absalzung des Umlaufwassers zu ermöglichen).
  • Die Anlage ist in der Lage, abgestufte Störmeldungen (Leitfähigkeit des Umlaufwassers, Status Biozid-Zugabe, Füllstand der Dosierbehälter, etc.) an eine zentrale Leittechnik oder Gebäudeleittechnik zu melden.

Das Ergebnis nach mittlerweile 24-monatiger Betriebszeit ist äußerst zufriedenstellend, wie Projektleiter Armin Joraschek bestätigt: „Wir haben die positive Rückmeldung der Labor-Mitarbeiter, dass die Kühlwasser-Veralgung nun kein Thema mehr ist.“ Die Beläge an den Anschlussschläuchen sind entfernt; ein Wiederaufwachsen ist nicht erkennbar.

Fazit: Mit Ausnahme der jährlichen Wartung durch den BWT-Werkskundendienst sind keine weiteren Arbeiten an der Anlage erforderlich. Bei elektrischen Betriebskosten von 900 Wh verfügt der Betreiber über eine umweltschonende Anlage zur sicheren Sanierung und Desinfektion von Kühlwasser.

* A. Kraushaar: BWT Wassertechnik GmbH, 69198 Schriesheim

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