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Deuteriumlampe

Die Deuteriumlampe in der HPLC richtig einsetzen

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Longlife-Lampen mit 4000 h Lebensdauer

Aufgrund des sehr kleinen Atomradius von Deuterium (die von Edelgasen wie Neon oder Xenon sind wesentlich größer) diffundiert das Gas während des Betriebes in das Lampenglas hinein und wird dort im Gitter gebunden. Dieser Vorgang wird durch die energiereiche UV-Strahlung noch beschleunigt, da sie die Quartzglasoberfläche zusätzlich aktiviert. Durch diesen Diffusionsprozess kommt es zu einem kontinuierlichen Druckverlust im Lampenkolben. Diese durch „Gaszehrung“ verursachte Limitierung der Lebensdauer lässt sich durch eine spezielle Innenschichtung des Kolbens verbessern. Damit kann die nutzbare Lebensdauer der Lampe auf bis zu 2000, bei einigen Herstellern sogar bis 4000 Stunden verlängert werden.

Der Hersteller garantiert üblicherweise eine Lagerfähigkeit von zwei Jahren (Spezifikation der Firma Heraeus Noblelight ). Damit macht es wenig Sinn, größere Vorräte von Lampen anzulegen. Bei kalten Lampen tritt Gasverlust vor allem dort auf, wo zwei Materialien aufeinander treffen: am Sockel. Hohe Fertigungsqualität ist hier entscheidend für die Lagerfähigkeit einer Lampe. Deuteriumlampen sind kein Sondermüll. Sie enthalten auch kein Quecksilber wie moderne Energiesparlampen. Der normale Elektronikschrottkasten reicht für die Entsorgung aus, wenn der Betriebsstundenzähler vorher abgeschnitten wird.

Timer zur Beurteilung der Lampenleistung

Mit einer Präzisionsschätzung ist es in Bezug auf die Lebensdauer nicht getan. Aus diesem Grund gibt es an den meisten Lampen eine Vorrichtung, um die Betriebsdauer zu messen. Eine einfache, aber leider wenig umweltfreundliche Konstruktion war das Quecksilber-Coulometer, das in die Anodenleitung geschaltet wurde und noch immer wird. Coulometrische Betriebsstundenzähler sind klein, einfach und billig, enthalten aber das Tausendfache an Quecksilber wie eine Energiesparlampe. Anders als bei diesen wird aber über die Entsorgung wenig gesprochen. Der Hg-Timer gehört in den Sondermüll und soll daher immer von den Lampen abgetrennt werden.

Stand der Technik sind elektronische Betriebsstundenzähler. Deutsche Lampenhersteller liefern nur noch elektronische Timer, die zusammen mit der Lampe einfach im Elektroschrott entsorgt werden können.

* W. Röpke:Techlab GmbH, 38118 Braunschweig

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